CoboCards goes Pro(fessional)

[So könnten die neuen Schweizer Banknoten dereinst aussehen]
Soll ein Online-Lernwerkzeug etwas kosten und wenn ja, wie viel bin ich bereit zu bezahlen? Diese Frage stellt sich mir im Moment, denn CoboCards wird Pro(fessionell). Die Implementation neuer Features wie erweiterte Editierfunktionen, lernen mit Leitner-Algorithmus, organisieren eer Kartensätze in Ordnern oder eine Exportfunktion haben die Entwickler von CoboCards zum Anlass genommen, viele Features auf die Pro-Version zu beschränken und in einer Basic-Version lediglich das Erstellen/Verwalten von maximal fünf Kartensätzen zuzulassen. Für das Pro-Paket werden 3 € also ca 4.50 CHF pro Monat oder 36 € gut (50 CHF) fällig.
Dies führt unter uns Studierenden zu Diskussionen, an welchen sich auch die Entwickler beteiligen. Diese stellen die Frage «sind gute Noten 50 CHF pro Jahr den Preis nicht wert?» Es gibt noch weitere offene Fragen:
- Kann man Eltern zumuten, für den Erfolg ihrer Kinder zu bezahlen? Und sind diese bereit, das zu tun?
- Sind studierende bereit dafür zu bezahlen?
- Gibt es keine anderen Möglichkeiten, eine gute Online-Applikation zu vermarkten als durch monatliche Beiträge?
- Wären Werbeeinblendungen lernhinderlich?
- Warum wird scheinbar wenig kollaborativ gelernt?
eBooks, Tablets und so weiter …

Eigentlich wollte ich ja zuerst die ausführliche Review einiger eBook-Reader veröffentlichen. Da ich aber noch nicht alle Testgeräte in den Händen halten konnte wird die noch etwas hinausgeschoben.
Da aber schon länger Gerüchte rund um Apples Tablet im Umlauf sind, Microsoft ein Produkt veröffentlicht die Leute von OLPC schon länger über den XO 2 und XO 3 nachdenken und jetzt auf der CES in Las Vegas einige neue Produkte vorgestellt wurden muss ich das vorziehen – schliesslich will ich ja auch ein wenig aktuell bleiben.
Als erstes ist mir das Lenovo Ideapad U1 – eine Mischung aus Tablet PC und Netbook unter die Nase gelaufen. Es handelt sich dabei um ein Netbook, dessen Bildschirm vom Hauptgerät abgetrennt werden kann und dann ein eigenes schlankes Linux-Betriebssystem startet. So kann das Gerät nun als Tablet mit Multitouch-Funktion verwendet werden. Angeblich werden die Daten der beiden Geräte nach dem Wiedervereinigen sofort abgeglichen.
Das eindrücklichste Gerät aus dieser wohl sehr unvollständigen Reihe stammt von enTourage und nennt sich eDGe. Auf den ersten (und auch den zweiten Blick) hat hier jemand das Gerät entwickelt, auf welches Lernende jeden Alters gewartet haben. Ein Gerät – von der Form her einem Buch ähnlich – welches ein E-Ink-Display und ein LCD-Touch-Display vereint. So hat der Nutzer die Möglichkeit, auf der einen Seite auf einem kontrastreichen, stromsparenden Display zu lesen und sich mit einem Stift Notizen zu machen, andererseits kann man mit der gegenüberliegenden Seite – einem LCD-Display – im Internet surfen, eMails versenden und farbige Grafiken anschauen. Auf dieses Gerät einen dritten Blick zu werfen oder es gar in den Händen zu halten würde mich sehr interessieren!
Im Blog von Stephen Downes bin ich ausserdem auf ein Video amerikanischer Buchverleger gestossen, in welchem diese eine interessante Vision der künftigen Nutzung von Lehrbüchern zeigen. Da würde alles zusammenpassen … ich bin gespannt, was Steve Jobs Ende Monat aus seinem Hut zieht … und welche dieser Geräte überleben und sich bis nach Europa durchschlagen …
social virtPresenter

Eben bin ich bei meinem täglichen Streifzug über facebook auf social virtPresenter gestosssen. Da wurde ein erster Schritt in Richtung facebook als (Persönliche) Lernumgebung gemacht. Eine Uni hat nun die Möglichkeit, anstatt einer eigenen Plattform zur Vernetzung der Studierenden und der Bereitstellung von Vorlesungsaufzeichnungen aufzubauen, facebook als Schnittstelle zu verwenden.
Social virtPresenter ist eine Weiterentwicklung des Open Source Werkzeuges virtPresenter Framework. Die Entwickler planen aktuell eine Anpassung an die OpenSocial Schnittstelle, um eine Integration in andere Soziale Netzwerke zu ermöglichen.
Im Moment gibt es noch nicht so viele Aufzeichnungen, welche bereitstehen, ich werde das aber im Auge behalten …
iLearnIT – (wie) geht’s weiter?

Im Jahr der Informatik (2008) wurde iLearnIT von der PHZ lanciert – nach lerntagebuch.ch schon wieder ein innovatives Produkt der PHZ, welches ICT und die Grundprinzipien der Informatik in die Volksschule bringen will. Doch seit Anfang kommt das Projekt nicht so recht aus den Startlöchern – von 12 geplanten Einheiten sind 2 veröffentlicht. Auch das Forum hat seit fast einem halben Jahr keinen neuen Eintrag mehr erfahren …
Ähnlich wie auf dem Bild ist wohl das «entwickeln» eines Weges schwieriger als gedacht – oder die Wirtschaftskrise hat ihre Krallen ausgestreckt.
Wird das Projekt noch weiter verfolgt oder ist es gestorben?
Die Traumschule – Welche Rolle spielen Medien & Computer?

Beim Auf- und Ausräumen des Schulzimmers bin ich auf spannende Schülererzeugnisse gestossen. Meine Kollegin hat ihre Schüler und Schülerinnen Texte zu ihrer Traumschule oder der Schule der Zukunft schreiben lassen. Die Ergebnisse liessen mich aufhorchen und schmunzeln und begeisterten mich so, dass ich alle 27 Texte lesen musste …
Das Ergebnis war für mich doch erstaunlich: Computer kamen vor, spielten aber keine so grosse Rolle, wie ich das erwartet hätte. Die meisten wünschten sich spätere Unterrichtsbeginne oder neue Möbel und schön farbige Schulzimmer. Nur 3 von 27 Schülerinnen (!) schrieben über Computer. Eine hätte gerne in das Pult integrierte Bildschirme, die anderen zwei hätten gerne für jeden Schüler einen Laptop im Schulzimmer. Eigentlich eher bescheidene Wünsche. Weiter standen noch Spezialräume recht hoch im Kurs. Zum Beispiel wünschten sich die Kinder eine Schulbibliothek, einen coolen Aufenthaltsraum mit Minibar, Massagesessel und weiteren Annehmlichkeiten. Der von mir am ehesten erwartete Wunsch “keine Hausaufgaben” fand auch den Weg in die Aufsätze aber etwa ähnlich wenig wie die Computer.
Warum diese Ignoranz gegenüber Computern, habe ich mich gefragt und ein bisschen gegrübelt.
Für mich gibt es zwei mögliche Szenarien. Entweder sind sie von unserer Schule schon so desillusioniert, dass zuerst einmal das Grundbedrürfnis “schöne Schulzimmer und brauchbare Möbel” gedeckt werden muss oder Computer (Mobile Devices) sind schon so in ihr Leben inegriert, dass sie dies gar nicht mehr erwähnen, weil es für sie absolut selbstverständlich zu ihrem Leben dazugehört.
Gedanken zu meinen Projekten

Irgendwie wills mir nicht aus dem Kopf … dieses Social Network zum Lernen/Lehren. Ich habe bereits einmal darüber gebloggt, mir damals aber die Frage gestellt, ob es denn das wirklich braucht und ob die Akzeptanz unter den Benutzenden da wäre, noch einmal ein neues “Werkzeug” einzurichten. Noch einmal persönliche Daten freizugeben und noch einmal (virtuelle) Kontakte aufzubauen.
Meine Überlegungen zielen dahin, dass man versuchen müsste, die neue Plattform an ein bestehendes Soziales Netzwerk anzubinden (zum Beispiel mittels Facebook-Connect oder OpenID), so würde kein zusätzlicher Registrierungsprozess mehr anfallen und auch die bestehenden Kontakte könnten – sofern sinnvoll – “mitgenommen” werden.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Tatsache, dass Soziale Netzwerke vor allem dazu genutzt werden, bestehende soziale Kontakte abzubilden und nicht neue Kontakte zu knüpfen. Würden wohl unterrichts-/lernspezifische Materialien ausgetauscht ? Eventuell könnten auch Inhalte von anderen Seiten aggregiert und an einem Ort gebündelt werden?
Ganz zum Schluss stellt sich eine wichtige und nicht einfach zu beantwortende Frage: Sind Social Networks irgendwann auch tot oder uncool ? Im Moment scheint dies nicht der Fall zu sein, aber wer weiss … und dann wäre es ungünstig all seine Ressourcen auf dieses Thema zu bündeln. Ich muss noch ein wenig nachdenken, ob meine Idee wirklich Sinn macht.
Rückschau auf die PLE-Tagung

PLE gibts das nun oder gibts das nicht?
In diversen Blogs ( 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8) wurde die PLE-Tagung bereits nachbearbeitet, ich schliesse mich nun an.
In seiner Keynote versuchte Prof. Michael Kerres aufzuzeigen, wie sich die herkömmlichen Lehrplattformen (LMS) in Zukunft zu Lernplattformen weiterentwickeln könnten.
Die Tatsache, dass zwei der drei Keynotes recht stark hochschullastig waren fiel mir zwar auch auf, doch hat mich das an einer «Fachtagung» mit diesem Publikum nicht so sehr erstaunt und ich habe eigentlich damit gerechnet, dass die beiden Referenten sich eher auf der Tertiärstufe bewegen. Und doch wäre es sehr interessant gewesen, auch deren Meinung zu hören, wie denn ein PLE – mal abgesehen davon, dass jede/r sein eigenes learning environment – deshalb auch personal (Zit.: R. Schulmeister) – auf einer Sekundarstufe aussehen könnte. Und vielleicht liegt gerade in der Aussage von Schulmeister die Antwort: Ein PLE auf der Sekundar- oder Primarstufe umfasst halt jene Geräte und Anwendungen, welche die Lernenden brauchen um zu lernen. So ist das bei manchen Bleistift, Buch und Papier, bei andern kommen noch Computer oder Handys dazu, einige nutzen YouTube und andere Web 2.0-Werkzeuge – ihrem Wissensstand und ihren Bedürfnissen entsprechend.
Das PLE gibt es also gar nicht?! Dies wiederum würde erklären, warum ich mich so schwer tat, mein persönliches (online) Lernumfeld zu erstellen (Ich habe netvibes, igoogle, jpolite, drupal und einige andere ausprobiert und bis jetzt noch nicht die Lösung gefunden, welche mir meine «Post-It-Sammlung», meine Onlinewerkzeuge, meinen Kalender, meinen Feed-Reader etc. etc. ersetzen.)
Um nochmal Prof. Kerres zu zitieren es braucht ein «Instrument» um Inhalte aus Lehrplattform und Inhalte aus eigenen Werkzeugen zu aggregieren und an einem Ort zu bündeln. Somit können sowohl Learning Management Systeme der Institution wie auch die persönlichen Werkzeuge mit welchen Inhalte generiert wurden/werden zusammengeführt werden.
Im Workshop von Dominik Petko ging es um ethische Fragen bei der Nutzung von PLEs. Er stellte den «Zirkel Ethischer Bildung» vor
- Sensibilisierung, dass überhaupt ein Problem vorliegt („Ich kann offen sagen, wenn ich etwas komisch oder anstössig finde und habe ein offenes Ohr für die Anliegen und Probleme anderer“)
- Selbst- und Fremdwahrnehmung („Wie geht es mir und wie geht es anderen in dieser Situation? Was will ich, was wollen andere?“)
- Klärung der eigenen Werthaltungen und der der anderen („Was ist mir wichtig, was anderen? Welche Massstäbe teilen wir, welche nicht?“)
- Reflexion und Beurteilung („Gibt es wichtigere und weniger wichtige Werte? Wie könnte ich so handeln, dass alle einverstanden sein könnten?“) – konkretes Handeln („Was kann ich tun, was für mich selbst und für andere gleichermassen gut ist?“)
Für die Lehrpersonen heisst das, dass diese selber Erfahrungen mit den «Welten» der Kinder sammeln sollen. Eine Lehrperson sollte wissen, welche Schritte vollzogen werden müssen um auf Pornografische Inhalte zu stossen und ob das zufällig oder bewusst geschehen kann. Sie sollten wissen, was in Social Networks passiert oder wie Filme und Bilder mit einem Handy erstellt und ausgetauscht werden. Um Probleme zu erkennen müssen diese Medien in den Unterricht einbezogen werden, denn erst so bieten sich Gelegenheiten, Probleme zu erkennen. Petko empfielt nun in heiklen Situationen nicht ein riesen Szenario zu machen (vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen Strafbestand) und Schulleitung und Eltern als erstest zu informieren, sondern zuerst mit den Betroffenen die Situation und die daraus hervorgehende Problematik zu besprechen. Da gebe ich ihm beschränkt recht, wenn die Lernenden mit Sanktionen rechnen müssen, werden die Lehrpersonen auch nie irgend etwas aus ihrer Welt erfahren, andererseits sollte die Lehrperson auch abgesichert sein, um nicht als Verantwortliche für diese heikle Situation zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Und noch einmal, nicht nur um die Probleme zu erkennen sondern auch um Lösungen zu suchen sollten die Lehrpersonen gewisse Kompetenzen und eigene Erfahrungen vorweisen können, die über Textverarbeitung und Tabellenkalkulation hinausgehen!
Ein Kursteilnehmer stellte die Frage, wann er denn solche Probleme behandeln solle. Der erste Gedanke, welcher mir durch den Kopf schoss war, «Ist den Medienbildung so unwichtig, dass man eine solche Frage stellen muss?» Schliesslich hat die Schule doch die Aufgabe, die Kinder auf das Leben vorzubereiten!
Wir im Kanton Solothurn sind (zumindest auf der Primarstufe) in der komfortablen Lage, über das Gefäss «Medienbildung» zu verfügen. Doch der Lehrplan 21, welcher im Rahmen der Harmonisierungsbestrebungen in der Schweiz aktuell ausgearbeitet wird weist keine solchen Gefässe aus und sieht Medien und ICT als «Fächerübergreifende Themen» – meiner Meinung nach ein grosser Fehler, denn wenn kein Zusatzgefäss vorhanden ist, werden die Lehrpersonen darauf bedacht sein ihren Stoff zu vermitteln und fächerübergreifende Themen werden nur wenn noch Zeit «übrig» ist berücksichtigt.
ICT an Primarschulen

Via Biblionetz:b03271bin ich auf das folgende Buch gestossen
Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) in der Primarschule ist für viele Lehrpersonen noch immer eine Herausforderung. Während die Schulen mittlerweile mit Hard- und Software gut ausgerüstet sind, ist die tatsächliche Nutzung (insbesondere die Integration im Unterricht) noch stark eingeschränkt.
In der vorliegenden Studie hat das Autorenteam den Einsatz von ICT im Unterricht untersucht. Mit einer Typologie des Computereinsatzes fokussieren sie drei Dimensionen: Unterrichtsaktivitäten, ICTLernziele sowie Fach und Stufe. Damit wird eine Übersicht geschaffen, welche auch ungeübten Lehrpersonen den Zugang erleichtert.
Mit den auf zwei DVD mitgegebenen, beispielhaften Lektionen kann jede Lehrperson den Computereinsatz (nach Typen) im Unterricht beobachten, beurteilen und für den eigenen Bedarf anpassen. ICT in der Primarschule wendet sich an Studierende und Ausbildende der Pädagogischen Hochschulen, an die Lehrerweiterbildung sowie an Lehrpersonen zum Selbststudium.
(Klappentext)
Schrackmann, I., Knüsel, D., Moser, Th., Mitzlaff, H. & Petko, D. (2008).Computer und Internet in der Primarschule. Theorie und Praxis von ICT im Unterricht mit 20 Videobeispielen auf zwei DVDs. Oberentfelden: Sauerländer Verlage AG. ISBN 978-3-0345-0232-0
Ta ta … der «lernstick»

Der lernstick ist das erste Projekt, an welchem ich bei imedias Solothurn mitgewirkt habe. Nun ist es endlich soweit, er istpräsentationsreif und wir werden ihn am Tag der Informatik einer grösseren Öffentlichkeit vorstellen und sind gespannt wie die Jugendlichen darauf reagieren.
Microsoft Live Technologien

Der diesjährige Innovative-Teachers Wettbewerb setzt auf Microsofts Live Technologien. Lehrpersonen sollen zeigen, wie sie die Live Technologien wie Spaces, SkyDrive, Live Maps , Worldwide Telescope, Photosynth, Popfly welche zum Teil direkt aus den Microsoft Labors kommen oder bewährte Applikationen wie MSN Messenger im Unterricht einsetzen. Eventuell wäre auch das experimentelle Such-Tool taifiti ein Ansatzpunkt?
Wer sein Projekt bis zum 26. September 2008 einreicht, hat die Chance am Worldwide Innovative Teachers Forum in Bangkok teilzunehmen. Der Gewinner im nächsten Jahr (15. Januar 2009) wird nach Wien an das europäische ITF eingeladen.
Um die Lehrpersonen mit den neuen Technologien vertraut zu machen, lädt Microsoft am 10. September nach Wallisellen ein, wo ein Workshop den Einstieg erleichtern soll.
Ich bin gerade am nachdenken, was ich so zu bieten hätte. Die Einschränkung auf Microsoft-eigene Technologien erschwert mir die Arbeit ein wenig, doch kann ich das nachvollziehen, schliesslich kann man nicht zwei Jahre hintereinander “fremde” Technologien prämieren!
Meine Ideen gehen im Moment in Richtung MSN, mit welchem ich zwei Klassenhälften “vernetzen” könnte, z.B. anlässlich einer Unterrichtseinheit zu virtuellen Realitäten.
Eine weitere Möglichkeit wäre Popfly anstatt Scratch zum Programmieren einzusetzen.

