[Blog-Karneval] Lernen 2.0 – Verändert das “Mitmachnetz” unsere Lernstrategien?

Der E-Learning-2.0-Blog hat einen Blog-Karneval zum Thema «Lernen 2.0 – Verändert das “Mitmachnetz” unsere Strategien zu lernen?» gestartet und ruft alle LeserInnen des Blogs auf, sich aktiv bis zum 7. März 2010 zu beteiligen und um damit auch ein wenig die Diskussionskultur anzukurbeln. Dieser Aufforderung will ich doch nachkommen und gleichzeitig weiterrufen.
- Was versteht ihr grundsätzlich unter lernen?
- Welche Rolle spielen die Web-2.0-Tools beim Lernen für euch?
- Könnt ihr bei der Verwendung von Web-2.0-Tools Unterschiede zu herkömmlichen Lernstrategien (z.B. Wiederholen) feststellen?
- Inwieweit hat sich eurer Meinung nach durch die Möglichkeiten zur Kommunikation, Produktion, Kollaboration und Partizipation das Lernen geändert bzw. wird es sich ändern?
- Welche neuen Lernstrategien werden im Mitmachnetz notwendig?
Die Tools ändern sich, die Lernstrategien für formelles Lernen nur unwesentlich. Zumindest ist dies meine Erfahrung aus dem vergangenen Semester. Es gib zwar Wikis, Blogs, Cobocards, Mediabird etc. doch schlussendlich wird trotzdem mehrheitlich alleine und in meinem Fall mit Papier und Stift gelernt. An was liegt das?
- Am Zeitmangel ? Das würde bedeuten kollaboratives Lernen mit Web 2.0-Werkzeugen braucht mehr Zeit.
- An den fehlenden Lernanlässen?
- An der Offenheit? Trauen sich die Lernenden nicht sichtbare Fehler zu machen?
- An mir?
Für das informelle Lernen bieten die Vernetzungsmöglichkeiten für mich persönlich mehr. Via Google Reader und Twitter werde ich über die «Szene» auf dem Laufenden gehalten indem ich interessanten Personen folge und meine eigenen Interessen teile und die Dienste vark.com und twitter haben mir schon öfters Antworten auf Fragen geliefert.
CoboCards goes Pro(fessional)

[So könnten die neuen Schweizer Banknoten dereinst aussehen]
Soll ein Online-Lernwerkzeug etwas kosten und wenn ja, wie viel bin ich bereit zu bezahlen? Diese Frage stellt sich mir im Moment, denn CoboCards wird Pro(fessionell). Die Implementation neuer Features wie erweiterte Editierfunktionen, lernen mit Leitner-Algorithmus, organisieren eer Kartensätze in Ordnern oder eine Exportfunktion haben die Entwickler von CoboCards zum Anlass genommen, viele Features auf die Pro-Version zu beschränken und in einer Basic-Version lediglich das Erstellen/Verwalten von maximal fünf Kartensätzen zuzulassen. Für das Pro-Paket werden 3 € also ca 4.50 CHF pro Monat oder 36 € gut (50 CHF) fällig.
Dies führt unter uns Studierenden zu Diskussionen, an welchen sich auch die Entwickler beteiligen. Diese stellen die Frage «sind gute Noten 50 CHF pro Jahr den Preis nicht wert?» Es gibt noch weitere offene Fragen:
- Kann man Eltern zumuten, für den Erfolg ihrer Kinder zu bezahlen? Und sind diese bereit, das zu tun?
- Sind studierende bereit dafür zu bezahlen?
- Gibt es keine anderen Möglichkeiten, eine gute Online-Applikation zu vermarkten als durch monatliche Beiträge?
- Wären Werbeeinblendungen lernhinderlich?
- Warum wird scheinbar wenig kollaborativ gelernt?
social virtPresenter

Eben bin ich bei meinem täglichen Streifzug über facebook auf social virtPresenter gestosssen. Da wurde ein erster Schritt in Richtung facebook als (Persönliche) Lernumgebung gemacht. Eine Uni hat nun die Möglichkeit, anstatt einer eigenen Plattform zur Vernetzung der Studierenden und der Bereitstellung von Vorlesungsaufzeichnungen aufzubauen, facebook als Schnittstelle zu verwenden.
Social virtPresenter ist eine Weiterentwicklung des Open Source Werkzeuges virtPresenter Framework. Die Entwickler planen aktuell eine Anpassung an die OpenSocial Schnittstelle, um eine Integration in andere Soziale Netzwerke zu ermöglichen.
Im Moment gibt es noch nicht so viele Aufzeichnungen, welche bereitstehen, ich werde das aber im Auge behalten …
ARD/ZDF Onlinestudie

Irgendwie bin ich über die ARD/ZDF Onlinestudie gestolpert. Ich habe noch nicht alles gelesen, aber beim Überfliegen auf interessante Ergebnisse gestossen.
So zum Beispiel die Fragestellung der Studie vor 10 Jahren:
Wird Online Alltagsmedium? Über 11 Millionen Internet-Nutzer in Deutschland – bis 2001: ein Drittel der Deutschen im Netz
oder
Internetnutzung Jugendlicher: Surfen statt Fernsehen?
Da kann man nur sagen, «Online» ist Alltagsmedium und Surfen ist sicherlich auf dem Vormarsch gegenüber dem Fernsehen … Eine (nicht repräsentative) unter meinen Schülern im letzten Schuljahr hat ergeben, dass die Mädchen bedeutend mehr im Internet unterwegs sind als sie fernsehen. Die Knaben hingegen, haben einen leicht höheren TV- als Internet-Konsum. Wobei da gewisse Vermischungen auftreten … viele Knaben schauen via Zattoo oder Wilmaa fern und «irgendwie ist das ja auch surfen auch wenn man nicht ständig klickt» wie mir ein Junge klar machte …
Im Zusammenhang mit einer erst kürzlich bearbeiteten Lernaufgabe ergaben sich weitere Interessante Ergebnisse … so scheinen die klassischen Interaktionsformen E-Mail, Chatten oder Foren nach wie vor die meistgenutzten Internetanwendungen zu sein. Web 2.0 Applikationen dagegen geniessen weniger Akzeptanz. Das vielgelobte Mitmachweb dagegen bleibt weitestgehend auf der Strecke … Weblogs und Lesezeichensammlungen werden gerade mal bei 14 – 19 Jährigen von einem etwas höheren einstelligen Prozentsatz genutzt und Soziale Netzwerke werden zwar im privaten Bereich akzeptiert, beruflich kommt ihnen aber wenig bis keine Bedeutung zu. Die einzigen richtig etablierten Web 2.0 Dienste sind laut der Studie Wikipedia und YouTube .
Mein PLE I
Es ist schon eine Zeit her, seit die PLE-Tagung das Thema Personal Learning Environments aufgegriffen hat. Seither habe ich mir immer wieder überlegt, wie mein PLE aussieht und ob ich das einmal abbilden könnte, doch mehrere Versuche sind gescheitert.
Nun habe ich durch eine Lernaufgabe zum Thema Online-Kommunikation inspiriert, versucht zumindest einmal einen (“fast nur Online”-)Teil meines PLE abzubilden. Ich hoffe, dies in Zukunft noch etwas erweitern und präzisieren zu können.
Moreganize …

Wer hat schon mal mit Doodle einen Termin gefunden, auf einem Wiki oder in Google Docs Themen gesammelt um dann mit irgend welchen andern Tools über die zu behandelnden Themen abstimmen lassen? Extrem kompliziert und unerfahrene Nutzer/innen werden schnell überfordert.
Via Trigami bin ich auf Moreganize gestossen. Ein Konkurrent von Doodle – welches ich bereits einmal vorgestellt habe. Nebst Terminumfragen können Umfragen zu bestimmten Themen, gemeinsame ToDo-Listen oder Abstimmungen mit der Möglichkeit für eine oder mehrere Antworten zu stimmen erstellt und verwaltet werden. Die einzelnen Tools lassen sich beliebig verknüpfen und sollen– so versprechen die Entwickler – in nächster Zeit gar noch erweitert werden. Bereits jetzt bietet das Tool aber einen grossen Funktionsumfang, der die Zusammenarbeit einer Gruppe von mehr als drei Personen stark vereinfacht.
Mit wenigen Klicks kann der Nutzer eine gemeinsame Plattform einrichten. Diese ist jederzeit über einen simplen Link erreichbar. Der Link wird einfach allen Personen, die an einer Umfrage oder einem Projekt teilnehmen sollen weitergeleitet, damit diese Zugriff auf die Plattform erhalten. Die generierten „Umfragelinks“ enthalten eine starke Verschlüsselung. Es ist so gut wie unmöglich, mit gängigen Mitteln einen solchen Link nachzubilden oder zu fälschen.
Moreganize ist im Vergleich zu ähnlichen Tools sehr einfach und übersichtlich aufgebaut, bietet aber trotzdem viele Zusatzfunktionen. So findet sich zum Beispiel auf der jeweils letzten Seite der Einrichtung – etwas versteckt – ein Link “weitere Einstellungen”. Dort können Dateien (bis 5 MB), Ortsmarken (Google Maps), oder auch eine Deadline (also ein Abschlusstermin bis wann die Umfrage laufen soll) eingesetzt werden.
Ausserdem können noch einige Feinheiten eingestellt werde, z.B. ob man benachrichtigt werden möchte wenn jemand den Dienst nutzt oder ob der User seine Email eingeben muss.
Und jetzt kommts: Es ist ein schweizer Produkt! Moreganize wurde ursprünglich im privaten Rahmen von Studenten an der Universität Zürich verwendet. Das Tool wurde dann durch die Studenten und Gründer der heutigen Plattform www.moreganize.ch, Tom und Attila Frey sowie Dominik Skrobala laufend weiterentwickelt und verbessert. Immer wieder haben auch verschiedene Studenten der ETH (Eidg. Technische Hochschule) und sonstige Freunde an der Programmierung und Gestaltung des Tools mitgeholfen.
Mein Fazit: Sehr brauchbar … ich werde es auch meinen Kollegen und Kolleginnen von EduMedia weiter empfehlen …
Flashkartenlernen mit Cobocards

Cobocards ist ein viel versprechendes Web 2.0 Produkt, welches ein kooperatives Onlinelernen mit den altbewährten Karteikarten ermöglicht.
Mächtiges Google Maps und Google Spreadsheet

Für ein Projekt bei welchem verschiedene Standorte auf einer Karte mit unterschiedlich farbigen Pins markiert werden sollen und zudem noch eine “Legende” Informationen über die einzelnen Punkte ausgeben soll, habe ich recherchiert … und bin ganz zum Schluss wieder bei der Datenkrake gelandet. Dafür, dass Google wieder einiges mehr über mich weiss, bieten sie mir aber auch einen sehr exklusiven Service, welcher sich Spreadsheet Mapper v2.0 nennt. Es handelt sich dabei um ein Google Spreadsheet, welches in meinem Google Docs-Account hinterlegt wird und von mir nur noch mit Angaben wie Name, Adresse, Links, Fotos etc. gefüttert werden muss und so eine KML-Datei erstellt, welche in Google Earth abonniert werden kann und die gewünschten Punkte inklusive Informationen darstellt. Für diejenigen Leute, welche nicht von allen interessierten Usern verlangen können/wollen, dass sie Google Earth installiert haben, die KML-Datei herunterladen und “installieren” – sondern einfach im Browser die Situation überblicken wollen, gibt es die Möglichkeit, das ganze auch via Google Maps anzeigen zu lassen. Dies hat einen kleinen Haken – die Adresse reicht nicht, es müssen Geokoordinaten der Standorte erstellt werden. Doch auch dies ist in Google Spreadsheet (und mit vielen anderen Varianten) möglich.
Das Vorgehen ist recht einfach:
- Spreadsheet bei Google holen
- Spreadsheet ausfüllen
- Spreadsheet veröffentlichen
- Adresse geocodieren
- KML-Datei bereitstellen und Ausschnitt von Google Maps in Webseite einbinden
Selbstverständlich werden die Karten bei jeder Änderung aktualisiert! Das scheint mir eine recht vielversprechende Sache zu sein!
Doodle spürt den Frühling
Diese Woche hat Doodle.com eine Reihe von interessanten Neuerungen lanciert:
Für Entwickler:
- Die Doodle API ist RESTful und unterstützt OAuth, das vielversprechende Protokoll für sichere Authentifizierung und Autorisierung von Web Services. Gleichzeitig mit dem API lanciert die Firma den Doodle API Contest. Bis am 14. April können Applikationen, welche auf dieser API basieren eingereicht werden.
Für Firmen:
- Branded Doodle ermöglicht es Unternehmen, ein Firmen-Doodle mit eigenem Logo und Namen einzurichten, wahlweise und gegen ein kleines monatliches Entgelt können eine SSL-Verschlüsselung und die Werbefreiheit beantragt werden.
Für Windows-User:
- All jene, welche ihre Terminplanung mit Outlook bewerkstelligen werden sich über das Doodle Outlook Plugin freuen. Es ermöglicht, Doodle-Termine direkt in Outlook zu übertragen und verfügbare Zeiten den Doodle-Terminen zuzuordnen.
Für alle:
- Mittels eines ICS-Feeds ist es nun möglich, Doodle mit allen möglichen Kalendern wie Google Calendar, Sunbird, iCal etc. zu verbinden.
Weitere Infos sind auf Doodles Blog nachzulesen.
Applikationen gehen ins Netz

Nicht nur Google und Adobe schicken ihre Applikationen ins Internet, schnelle Internetverbindungen und neue Webtechnologien machen es möglich, Officeprogramme, Bildbearbeitung und gespeicherte Daten nicht mehr auf der eigenen Festplatte zu haben, sondern in der «Cloud». Die Liste ist noch recht dürftig, doch ich hoffe diese, in der nächsten Zeit erweitern zu können, gerne nehme ich auch Vorschläge zu weiteren Kategorien und Applikationen entgegen.
Textverarbeitung
http://www.docs.google.com
Tabellenkalkulation
http://www.docs.google.com
http://www.editgrid.com
Präsentationen
http://docs.google.com – Präsentation
http://280slides.com – Präsentation
http://www.skrbl.com – Whiteboard
http://www.handystar.ch – Comic erstellen
Bildbearbeitung
http://demo.neximage.com
http://www.picnik.com
http://pixenate.com
http://www.splashup.com – Pixelbasiert
http://pixlr.com – Pixelbasiert
http://aviary.com – Pixelbasiert, Vektorbasiert, Patterngenerator
Webseiten erstellen
http://www.weebly.com/
http://de.jimdo.com/
Linkverwaltung
http://www.mister-wong.de
http://www.bontoura.de
http://www.delicious.com
Wissensmanagement
http://www.mindmeister.com – Mindmapping
http://www.editgrid.com – Mindmapping
http://www.lerntagebuch.ch – Tagebuch/Blog
http://www.lernkasten.de – Karteikarten
http://www.cobocards.com – Karteikarten
http://www.ediscio.de – Karteikarten
http://scholarz.net
Onlinespeicher
http://www.wua.la
http://www.getropbox.com
RSS-Reader
http://reader.google.com



