Konnektivismus – Lerntheorie oder Hirngespinst?

Während meiner Lektüre zu meinem Medienprojekt wurde häufig neben den altbekannten Lerntheorien Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus noch der Konnektivismus genannt. In seinem Ansatz berücksichtigt der Begründer des Konnektivismus – George Siemens – die technologischen Entwicklungen und deren Folgen für die Lehre sowie gesellschaftliche Veränderungen (z.B. lebenslanges oder informelles Lernen).
Der Kerngedanke des Konnektivismus lässt sich als Lernen ausserhalb des Individuums (z.B. in Organisationen oder Communities) und als vernetzen von Wissensquellen zusammenfassen. Das Wissen «was» «wie » und «warum» werden gemäss Siemens unwichtiger, das «wo» dagegen gewinnt an Bedeutung.
The pipe is more important than the content within the pipe.
Nun am einen Ort wird der Konnektivismus als vierte Lerntheorie gehandelt, an anderen Orten eher als pädagogische Sichtweise und nicht der Lerntheorie würdig kritisiert, an andern Orten taucht er gar nicht auf.
Nun frage ich mich, handelt es sich da um eine den andern dreien ebenbürtige Lerntheorie, ist das die Meinung eines einzelnen, basiert diese auf Ideen oder kann die als verlässlich und praktikabel angeschaut werden?
social virtPresenter

Eben bin ich bei meinem täglichen Streifzug über facebook auf social virtPresenter gestosssen. Da wurde ein erster Schritt in Richtung facebook als (Persönliche) Lernumgebung gemacht. Eine Uni hat nun die Möglichkeit, anstatt einer eigenen Plattform zur Vernetzung der Studierenden und der Bereitstellung von Vorlesungsaufzeichnungen aufzubauen, facebook als Schnittstelle zu verwenden.
Social virtPresenter ist eine Weiterentwicklung des Open Source Werkzeuges virtPresenter Framework. Die Entwickler planen aktuell eine Anpassung an die OpenSocial Schnittstelle, um eine Integration in andere Soziale Netzwerke zu ermöglichen.
Im Moment gibt es noch nicht so viele Aufzeichnungen, welche bereitstehen, ich werde das aber im Auge behalten …
Mein PLE I
Es ist schon eine Zeit her, seit die PLE-Tagung das Thema Personal Learning Environments aufgegriffen hat. Seither habe ich mir immer wieder überlegt, wie mein PLE aussieht und ob ich das einmal abbilden könnte, doch mehrere Versuche sind gescheitert.
Nun habe ich durch eine Lernaufgabe zum Thema Online-Kommunikation inspiriert, versucht zumindest einmal einen (“fast nur Online”-)Teil meines PLE abzubilden. Ich hoffe, dies in Zukunft noch etwas erweitern und präzisieren zu können.
lerntagebuch.ch lebt!

Die Plattform lerntagebuch.ch wird weiter entwickelt! Das freut mich doch, und irgendwie fühle ich mich an dieser Tatsache ein bisschen mitschuldig. Via Webseite wurden bereits einzelne neue Features präsentiert. So soll es zum Beispiel einen “Experten Modus” und einen “Simple Modus” geben – wer, ob Lernende oder Lehrernde nun welchen Modus benützen soll, darüber schweigen sich die Entwickler aus. Ein von mir gewünschtes Feature die RSS-Feeds fanden auch den Weg in die erste Liste. Da bin ich recht froh! Wenn ich jeweils bei Weiterbildungen erzähle welche technischen Möglichkeiten Blogs bieten um zu kommunizieren (Trackbacks, RSS-Feeds etc.) und im nächsten Satz dann sagen muss “… aber leider gibt es RSS-Feeds im Moment bei lerntagebuch.ch nicht” … sind die Lehrpersonen meist enttäuscht oder fragen sich was den nun ach so toll an diesen neuen Lerntagebüchern sei. Die AAI-Authentifizierung (Schweizerische Hochschulen können ihre Logins verwenden, welche von SWITCH bereitgestellt werden) sehe ich aus meiner Sicht eher als unwichtig für den Einsatz des Werkzeuges – dies soll aber wohl die Erprobung mit Studierenden an der PHZ und die Etablierung der Plattform als Porfoliosystem an PHs fördern. Weiter wird das Update neue Tempaltes und dank buddypress Gruppenfunktionen und weitere nicht weiter spezifizierte Verbesserungen bringen. Geplant ist es für November 2009 (interne Beta-Phase) und ab Februar 2010 soll dann die gesamte Öffentlichkeit davon profitieren können. Insgeheim würde ich mich natürlich freuen, bereits etwas früher als in 9 Monaten einen Blick auf all die Neuerungen zu erhaschen …
Moreganize …

Wer hat schon mal mit Doodle einen Termin gefunden, auf einem Wiki oder in Google Docs Themen gesammelt um dann mit irgend welchen andern Tools über die zu behandelnden Themen abstimmen lassen? Extrem kompliziert und unerfahrene Nutzer/innen werden schnell überfordert.
Via Trigami bin ich auf Moreganize gestossen. Ein Konkurrent von Doodle – welches ich bereits einmal vorgestellt habe. Nebst Terminumfragen können Umfragen zu bestimmten Themen, gemeinsame ToDo-Listen oder Abstimmungen mit der Möglichkeit für eine oder mehrere Antworten zu stimmen erstellt und verwaltet werden. Die einzelnen Tools lassen sich beliebig verknüpfen und sollen– so versprechen die Entwickler – in nächster Zeit gar noch erweitert werden. Bereits jetzt bietet das Tool aber einen grossen Funktionsumfang, der die Zusammenarbeit einer Gruppe von mehr als drei Personen stark vereinfacht.
Mit wenigen Klicks kann der Nutzer eine gemeinsame Plattform einrichten. Diese ist jederzeit über einen simplen Link erreichbar. Der Link wird einfach allen Personen, die an einer Umfrage oder einem Projekt teilnehmen sollen weitergeleitet, damit diese Zugriff auf die Plattform erhalten. Die generierten „Umfragelinks“ enthalten eine starke Verschlüsselung. Es ist so gut wie unmöglich, mit gängigen Mitteln einen solchen Link nachzubilden oder zu fälschen.
Moreganize ist im Vergleich zu ähnlichen Tools sehr einfach und übersichtlich aufgebaut, bietet aber trotzdem viele Zusatzfunktionen. So findet sich zum Beispiel auf der jeweils letzten Seite der Einrichtung – etwas versteckt – ein Link “weitere Einstellungen”. Dort können Dateien (bis 5 MB), Ortsmarken (Google Maps), oder auch eine Deadline (also ein Abschlusstermin bis wann die Umfrage laufen soll) eingesetzt werden.
Ausserdem können noch einige Feinheiten eingestellt werde, z.B. ob man benachrichtigt werden möchte wenn jemand den Dienst nutzt oder ob der User seine Email eingeben muss.
Und jetzt kommts: Es ist ein schweizer Produkt! Moreganize wurde ursprünglich im privaten Rahmen von Studenten an der Universität Zürich verwendet. Das Tool wurde dann durch die Studenten und Gründer der heutigen Plattform www.moreganize.ch, Tom und Attila Frey sowie Dominik Skrobala laufend weiterentwickelt und verbessert. Immer wieder haben auch verschiedene Studenten der ETH (Eidg. Technische Hochschule) und sonstige Freunde an der Programmierung und Gestaltung des Tools mitgeholfen.
Mein Fazit: Sehr brauchbar … ich werde es auch meinen Kollegen und Kolleginnen von EduMedia weiter empfehlen …
Do you Poken?
Meine Freundesliste von Facebook wächst von Tag zu Tag, Weltwoche und Tagesanzeiger schreiben immer öfter über Social Networks und Facebook, Xing, Netlog und Konsorten sind in aller Munde. Nun hatte eine findige Firma aus der Schweiz eine Idee …
Sie entwickelt süsse Tierchen, welche am Schlüsselbund mitgetragen werden.
Die Idee hinter Poken ist recht einfach: Man kauft sich ein solches Wesen in einer Verkaufsstelle (Manor, metro boutique, BIG, Dolmetsch). Danach steckt man die Hand in den USB-Anschluss eines Rechners und erstellt auf der Webseite sein Profil – sprich man sagt aus welchen Social Networks welche Informationen ausgetauscht werden sollen und ergänzt das Profil mit weiteren Angaben.
Nun macht man sich auf den Weg Freunde – natürlich möglichst mit Poken – zu treffen. Will man jetzt mit jemandem Freundschaft schliessen – also die “virtuelle Visitenkarte” austauschen, so drückt man die zwei Poken mit den Händen gegeneinander – High 5 – und diese signalisieren per LED ob sie Freundschaft geschlossen – sprich Infos ausgetauscht haben oder nicht. Am heimischen PC steckt man die Hand des Poken in den USB-Anschluss und kann nun im Webinterface die neu gewonnenen Freunde organisieren. Das lästige Austauschen und Organisieren von Visitenkarten entfällt so komplett und ich kan mein virtuelles Poesiealbum auch zur Kontaktverwaltung nutzen.

Die Meinungen in der Blogosphäre gehen auseinander, die einen finden es lustig, andere eher weniger, da das iPhone die selbe “Arbeit” ebenfalls erledigt.
Ich finde diese Art von Verbindung der virtuellen und reellen Welt eine lustige Idee, und wer weiss, vielleicht werden unsere Schüler schon bald alle mit einem Poken am Schlüsselbund herumrennen und gegenseitig durch ein high 5 (oder eben 4) der Schlüsselbundkreaturen Kontaktinformationen austauschen (Dass schon bald alle ein iPhone – oder ein gleichwertiges Gerät besitzen, wage ich im Moment zu bezweifeln). In Holland ist das wohl bereits der Fall; dem Hersteller zufolge werden in Holland bereits mehrere hundert Pokens pro Tag verkauft! Wer gerne eins hätte und mit mir Kontaktdaten austauschen möchte, soll sich melden.

Social Network für Lehrpersonen

Die Idee geistert mir schon lange im Kopf herum und da dieses Blog mehr und mehr zu meinem Notizkasten wird (gerne hätte ich ein “Ablagegefäss”, welches immer zur Hand ist … Zeitungsartikel, Links, gute Ideen etc. würden automatisch gespeichert und könnten zu gegebener Zeit abgearbeitet werden …
Was mir vorschwebt wäre ein Social Network für Lehrpersonen … schliesslich gibt es das ja auch für “richtige” Berufsleute.
Die Lehrpersonen könnten da Unterrichtsmaterial, Erfahrungen, Videos (Unterrichtssequenzen), Tipps, und alles mögliche tauschen und bewerten … wobei … irgendwie gibt es ja Facebook … und doch.
Die Idee kam mir, weil ich einen “Praxisbegleitungskurs für Junglehrpersonen” besuchen soll, welcher an einem für mich (und andere) ungünstigen Ort zu ungünstigen Zeiten stattfindet. Könnte ich asynchron – dann wann ich will – teilnehmen … ich glaube ich würde es sogar tun!
Update: In Diskussionen mit verschiedenen Leuten stellt sich immer wieder die Frage, soll del.icio.us auch für die Schule genutzt werden oder soll ein eigener Socialbookmarking-Dienst für Lehrpersonen und Schüler ins leben gerufen werden? Soll man Digg, YouTube, und andere bekannte Plattformen im Unterricht einsetzen oder macht es Sinn, eigene Plattformen für das schulische Umfeld zu entwickeln, welche den selben Zweck erfüllen?
Ich selber tendiere eher in die Richtung, dass man die bestehenden Dienste auch in der Schule nutzen sollte … , auch wenn sie von vielen Schul-Systemadministratoren oder Contentfiltern geblockt werden und die Chance besteht einmal eine Seite aufzurufen, die halt nicht unbedingt schülergerecht ist.
- Versucht man im Unterricht ständig möglichst lebensnahe Situationen zu generieren
- Steigt meiner Meinung nach die Akzeptanz eines Tools eher und die Schüler / Lehrpersonen verwenden es eher, wenn man auch in der Freizeit damit arbeiten kann …
Nicht nur Kinder sind in sozialen Netzwerken aktiv

Im neusten Beobachter bin ich per Zufall auf einen den Artikel “So viele neue Freunde” gestossen, welcher sich mit Sozialen Netzwerken befasst. Für einmal sind es aber nicht die Kinder, welche im Umgang damit geschult werden müssen; die Autoren schreiben über Erwachsene, welche Soziale Netzwerke wie XING.de nutzen um geschäftliche Kontakte zu finden und zu pflegen oder sich – wie die Jugendlichen auch – damit vergnügen. Soziale Netzwerke sind also auch bei Erwachsenen “in”. Dies hätte ich auch selber gemerkt, wenn ich einmal die Zunahme der Freundes-Anfragen von XING und Facebook in den letzten Monaten erfasst hätte, oder meine Facebook-Pinnwand statistisch auswerten würde.
War ich vor ein paar Monaten einer der ersten aus meinem Umfeld, so sind heute unzählige meiner näheren und ferneren Bekannten bei Facebook mit dabei – einige aktiv, andere eher passiv.
Auf meinen Recherchen nach einem passenden Bild, bin ich noch auf den folgenden Blog-Eintrag gestossen, welcher sich ebenfalls mit Social Networks befasst. Die Grafiken sehen spannend aus, doch im Moment fehlt mir die Zeit, das ausführlich zu studieren.
Soziale Netzwerke

Seit einigen Tagen liegt auf meinem Tisch der SchoolNetGuide Nr. 11 «Das soziale Internet». Seit kurzem ist er auch als PDF zum Download bereit oder kann bei der Swisscom bestellt werden. Dies nehme ich zum Anlass einmal über meine Mitgliedschaften in Sozialen Netzwerken nachzudenken. Wie immer soll aber dann auch noch der eine oder andere Gedanke an die Schule “verschwendet” werden … zum Beispiel welche Potenziale bieten Soziale Netzwerke und mit welchen Gefahren müssen wir umgehen lernen (und vor allem auch unsere Schüler)?
Meine mehr oder weniger genutzten Social Networks sind die folgenden: Facebook, Last.fm, del.icio.us, meinVZ (hervorgegangen aus studiVZ), XING, LinkedIn und klassenfreunde.ch. Eben gerade habe ich beschlossen, dass ich nicht 3 Soziale Plattformen “bewirtschaften kann. Konsequenz daraus, mein meinVZ-Account wurde gelöscht, nachdem ich ihn vor einem Monat aus einem studiVZ-Account erstellt hatte.
Nach der zufälligen Lektüre zweier Artikel aus dem Tagesanzeiger mein Arbeitskollege hat bereits den «Artikel Schulen verschlafen den Web 2.0-Trend» diskutiert und sich stark an das Thema seines vor einem Jahr gehaltenen Vortrages «Medienpädagogik – vom Dornröschenschlaf der Pädagogik» erinnert gefühlt.
Der zweite Artikel behandelt die Plattform NetLog, welche bei den 12 – 17-jährigen rege genutzt wird. Er beschreibt schon fast anarchische zustände: «Mädchen präsentieren sich in lasziven Posen, gegenseitige Beschimpfungen gehören zur Tagesordnung, Mitschüler werden gemobbt, Lehrer schlecht gemacht. Es ist die Rede von Kindern die angezeigt werden. Diese beiden Artikel stimmen mich nachdenklich und ich habe beschlossen, mich etwas intensiver mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Dabei habe ich noch eine Publikation zu diesem Thema gefunden und bestellt und erhoffe mir noch weitere Einblicke und Anregungen zu dieser Thematik…
Menschen, Bildung … Medienbildung

Eben habe ich die Seite medienbildung.ch via BullinoBlog entdeckt. Es handelt sich dabei um ein Produkt der PHZH. Die Seite bietet Informationen für Lehrpersonen, Schuleitungen, Behörden, Eltern und Fachstellen rund um das Thema Medien und Schule. So werden Lehrerinnen und Lehrer, welche Kurse und Beratungen für den gezielten Einsatz von Medien im Unterricht suchen entsprechende Kurse angeboten, Schulleitungen und Behörden finden Informationen und konzeptionelle Unterstützung bei der Erstellung von Medien- und ICT-Konzepten und Eltern oder Fachstellen finden Hinweise auf Referenten und Berater zu Themen rund um die Medienbildung.
Was ist eigentlich Medienbildung überhaupt? Die Seite selber gibt folgende Antwort:
Der Begriff ersetzt zum einen die früheren Begriffe Medienerziehung (die sich auf traditionelle Medien wie Film, Zeitung, Fernsehen, Fotografie ausrichtete) und Informatik bzw. Schulinformatik (die sich mit Computer bzw. digitalen Medien befasste). Zum andern weist er auf die Bildungstradition hin. Medien-bildung hat Selbstbestimmung und umfassende Mündigkeit zum Ziel.
Medienbildung umfasst daher ausdrücklich nicht nur Anwendungsfähigkeiten in der Nutzung von Medienbeiträgen, sondern auch die Fähigkeit, Medienbeiträge oder gar Mediensysteme kritisch und kompetent zu reflektieren, Medienwirkungen zu erkennen oder selbst kompetent eigene Medienbeiträge zu produzieren.


