Tag Archive - mobiles lernen

CoboCards goes Pro(fessional)

5 Februar 2010 by Marc, View Comments

banknoten_entwurf

[So könnten die neuen Schweizer Banknoten dereinst aussehen]

Soll ein Online-Lernwerkzeug etwas kosten und wenn ja, wie viel bin ich bereit zu bezahlen? Diese Frage stellt sich mir im Moment, denn CoboCards wird Pro(fessionell). Die Implementation neuer Features wie erweiterte Editierfunktionen, lernen mit Leitner-Algorithmus, organisieren eer Kartensätze in Ordnern oder eine Exportfunktion haben die Entwickler von CoboCards zum Anlass genommen, viele Features auf die Pro-Version zu beschränken und in einer Basic-Version lediglich das Erstellen/Verwalten von maximal fünf Kartensätzen zuzulassen. Für das Pro-Paket werden 3 € also ca 4.50 CHF pro Monat oder 36 € gut (50 CHF) fällig.

Dies führt unter uns Studierenden zu Diskussionen, an welchen sich auch die Entwickler beteiligen. Diese stellen die Frage «sind gute Noten 50 CHF pro Jahr  den Preis nicht wert?» Es gibt noch weitere offene Fragen:

  • Kann man Eltern zumuten, für den Erfolg ihrer Kinder zu bezahlen? Und sind diese bereit, das zu tun?
  • Sind studierende bereit dafür zu bezahlen?
  • Gibt es keine anderen Möglichkeiten, eine gute Online-Applikation zu vermarkten als durch monatliche Beiträge?
  • Wären Werbeeinblendungen lernhinderlich?
  • Warum wird scheinbar wenig kollaborativ gelernt?

Mein PLE I

22 Juli 2009 by Marc, View Comments

PLE

Es ist schon eine Zeit her, seit die PLE-Tagung das Thema Personal Learning Environments aufgegriffen hat. Seither habe ich mir immer wieder überlegt, wie mein PLE aussieht und ob ich das einmal abbilden könnte, doch mehrere Versuche sind gescheitert.

Nun habe ich durch eine Lernaufgabe zum Thema Online-Kommunikation inspiriert, versucht zumindest einmal einen (“fast nur Online”-)Teil meines PLE abzubilden. Ich hoffe, dies in Zukunft noch etwas erweitern und präzisieren zu können.

Die Traumschule – Welche Rolle spielen Medien & Computer?

20 Juli 2009 by Marc, View Comments

traumschule

Beim Auf- und Ausräumen des Schulzimmers bin ich auf spannende Schülererzeugnisse gestossen. Meine Kollegin hat ihre Schüler und Schülerinnen Texte zu ihrer Traumschule oder der Schule der Zukunft schreiben lassen. Die Ergebnisse liessen mich aufhorchen und schmunzeln und begeisterten mich so, dass ich alle 27 Texte lesen musste …

Das Ergebnis war für mich doch erstaunlich: Computer kamen vor, spielten aber keine so grosse Rolle, wie ich das erwartet hätte. Die meisten wünschten sich spätere Unterrichtsbeginne oder neue Möbel und schön farbige Schulzimmer. Nur 3 von 27 Schülerinnen (!) schrieben über Computer. Eine hätte gerne in das Pult integrierte Bildschirme, die anderen zwei hätten gerne für jeden Schüler einen Laptop im Schulzimmer. Eigentlich eher bescheidene Wünsche. Weiter standen noch Spezialräume recht hoch im Kurs. Zum Beispiel wünschten sich die Kinder eine Schulbibliothek, einen coolen Aufenthaltsraum mit Minibar, Massagesessel und weiteren Annehmlichkeiten. Der von mir am ehesten erwartete Wunsch “keine Hausaufgaben” fand auch den Weg in die Aufsätze aber etwa ähnlich wenig wie die Computer.

Warum diese Ignoranz gegenüber Computern, habe ich mich gefragt und ein bisschen gegrübelt.
Für mich gibt es zwei mögliche Szenarien. Entweder sind sie von unserer Schule schon so desillusioniert, dass zuerst einmal das Grundbedrürfnis “schöne Schulzimmer und brauchbare Möbel” gedeckt werden muss oder Computer (Mobile Devices) sind schon so in ihr Leben inegriert, dass sie dies gar nicht mehr erwähnen, weil es für sie absolut selbstverständlich zu ihrem Leben dazugehört.

Gedanken zu meinen Projekten

1 Mai 2009 by Marc, View Comments

Friend Wheel for Marc Widmer - Facebook Friend Relationships

Irgendwie wills mir nicht aus dem Kopf … dieses Social Network zum Lernen/Lehren. Ich habe bereits einmal darüber gebloggt, mir damals aber die Frage gestellt, ob es denn das wirklich braucht und ob die Akzeptanz unter den Benutzenden da wäre, noch einmal ein neues “Werkzeug” einzurichten. Noch einmal persönliche Daten freizugeben und noch einmal (virtuelle) Kontakte aufzubauen.

Meine Überlegungen zielen dahin, dass man versuchen müsste, die neue Plattform an ein bestehendes Soziales Netzwerk anzubinden (zum Beispiel mittels Facebook-Connect oder OpenID), so würde kein zusätzlicher Registrierungsprozess mehr anfallen und auch die bestehenden Kontakte könnten – sofern sinnvoll – “mitgenommen” werden.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Tatsache, dass Soziale Netzwerke vor allem dazu genutzt werden, bestehende soziale Kontakte abzubilden und nicht neue Kontakte zu knüpfen. Würden wohl unterrichts-/lernspezifische Materialien ausgetauscht ? Eventuell könnten auch Inhalte von anderen Seiten aggregiert und an einem Ort gebündelt werden?

Ganz zum Schluss stellt sich eine wichtige und nicht einfach zu beantwortende Frage: Sind Social Networks irgendwann auch tot oder uncool ? Im Moment scheint dies nicht der Fall zu sein, aber wer weiss … und dann wäre es ungünstig all seine Ressourcen auf dieses Thema zu bündeln. Ich muss noch ein wenig nachdenken, ob meine Idee wirklich Sinn macht.

PLE Tagung

12 März 2009 by Marc, View Comments

Fachtagung 2009 - Pädagogische Hochschule Zentralschweiz

Morgen findet die Fachtagung «PLEs in der Schule» statt. Das Tagungsprogramm ist reich gefüllt mit Leckerbissen, da ist zum einen die Keynote von Prof. Dr. M. Kerres, den ich nun schon einen guten Monat vor meiner ersten Präsenzveranstaltung live höre, auf welche ich sehr gespannt bin. Sein Thema: «Personal Learning Environments: Von der Lehr- zur Lernplattform?» Und auch die weiteren Keynotes lassen Interessantes erahnen.

Problematisch wird es dann bei den Workshops – ich kann mich einfach nicht entscheiden! Im ersten Block gibt es zwei drei Präsentationen, welche ich favorisiere:

Rolf Deubelbeiss (PH Zürich)

“Das Mobiltelefon als Teil der persönlichen Lernumgebung an Schulen? Eine vorsichtige Antwort mit zwei Beispielen aus der Schulpraxis”

Marc Graber (Universität Zürich)

Elektronische Lerntagebücher – ein didaktischer Selbstläufer?

Empirische Befunde zur Wirksamkeit des Lerntagebuchschreibens

Martin Hofmann (PH SG)

Next-Generation E-Learning Environments:

Erste Erfahrungen mit dem Open Source E-Portfolio System Mahara

die Vierte welche noch in Frage käme wäre

Andy Schär (PH FHNW)

“Lösungen stehen in Facebook”

Doch hier erhoffe ich mir Insider-Kontakte …

Für den Nachmittag habe ich mich wohl bereits für

Dominik Petko (PHZ Schwyz) Ethische Fragen bei der Nutzung von Personal Learning Environments

entschieden – einzig Thomas Mosers «Lernplattform oder Personal Learning Environment? Unterschiede aus praxisorientierter Sicht» würde mich auch noch interessieren. Auch der lernstick ist vertreten, doch für diese Präsentation habe ich mich bereits “entschuldigt”.

Im Tagungsprogramm wird dazu aufgerufen, die Beiträge, sei das in Blogs, bei Twitter oder bei Flickr, mit dem Tag #PLE09 zu versehen, so erhofft man sich die Beiträge besser auffindbar zu machen. Zudem sollen viele – hoffentlich die Präsentationen, welche ich verpasse – als Folien und/oder Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt werden.

Update: Eben per RSS reingeflogen … schon wieder ist jemand schneller als ich … vor ziemlich genau neun Monaten habe ich einen Blogeintrag zu dieser Idee verfasst und mir schon mal Gedanken gemacht, wie so etwas aussehen würde. Falls noch irgendwo iPhones rumliegen würden, ich hätte auch noch eine Klasse, welche sich darüber freuen würde …