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[Blog-Karneval] Lernen 2.0 – Verändert das “Mitmachnetz” unsere Lernstrategien?

26 Februar 2010 by Marc, View Comments

netzwerk

Der E-Learning-2.0-Blog hat einen Blog-Karneval zum Thema «Lernen 2.0 – Verändert das “Mitmachnetz” unsere Strategien zu lernen?» gestartet und ruft alle LeserInnen des Blogs auf, sich aktiv bis zum 7. März 2010 zu beteiligen und um damit auch ein wenig die Diskussionskultur anzukurbeln. Dieser Aufforderung will ich doch nachkommen und gleichzeitig weiterrufen.

Die beiden Blogger geben folgende Leitfragen vor:
  • Was versteht ihr grundsätzlich unter lernen?
  • Welche Rolle spielen die Web-2.0-Tools beim Lernen für euch?
  • Könnt ihr bei der Verwendung von Web-2.0-Tools Unterschiede zu herkömmlichen Lernstrategien (z.B. Wiederholen) feststellen?
  • Inwieweit hat sich eurer Meinung nach durch die Möglichkeiten zur Kommunikation, Produktion, Kollaboration und Partizipation das Lernen geändert bzw. wird es sich ändern?
  • Welche neuen Lernstrategien werden im Mitmachnetz notwendig?
Lernen kann als Erwerb (oder die Veränderung bestehenden) von  Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten beschrieben werden. Der Wortherkunft nach hat lernen etwas mit «Spuren hinterlassen» zu tun. Es basiert auf  dem Verarbeiten von Erfahrungen oder  Informationen. Grundsätzlich orientiere ich mich an einem konstruktivistischen Lernverständnis wobei ich im Konnektivismus Ansätze für das Lernen in der Gruppe und mit dem Internet zu erkennen glaube.

Ich nutze sehr viele Web 2.0-Tools und versuche sie auch immer wieder gewinnbringend fürs eigene Lernen zu nutzen. Ab und zu gelingt mir das sogar.

Die Tools ändern sich, die Strategien eher weniger …

Die Tools ändern sich, die Lernstrategien für formelles Lernen nur unwesentlich. Zumindest ist dies meine Erfahrung aus dem vergangenen Semester. Es gib zwar Wikis, Blogs, Cobocards, Mediabird etc. doch schlussendlich wird trotzdem mehrheitlich alleine und in meinem Fall mit Papier und Stift gelernt. An was liegt das?

  • Am Zeitmangel ? Das würde bedeuten kollaboratives Lernen mit Web 2.0-Werkzeugen braucht mehr Zeit.
  • An den fehlenden Lernanlässen?
  • An der Offenheit? Trauen sich die Lernenden nicht sichtbare Fehler zu machen?
  • An mir?

Für das informelle Lernen bieten die Vernetzungsmöglichkeiten für mich persönlich mehr. Via Google Reader und Twitter werde ich über die «Szene» auf dem Laufenden gehalten indem ich interessanten Personen folge und meine eigenen Interessen teile und die Dienste vark.com und twitter haben mir schon öfters Antworten auf Fragen geliefert.

Geändert hat sich die Fülle der Informationen und deren Repräsentation. Während früher der Lernstoff als Text und Bild vorlag, gibt es heute unterschiedlichste multimediale Möglichkeiten. Durch die Fülle der Information(-smöglichkeiten) ist das Wissen wie und wo ich eine Lösung finde heute fast wichtiger geworden als die Lösung selber. Es wird wohl zunehmend schwieriger Schülern beizubringen, weshalb man gewisse Dinge auswendig lernen muss, wenn man jederzeit auf das Internet zugreifen und nachschlagen kann.

Mit der Informationsüberflutung wird auch immer das «Lost in Hyperspace»-Phänomen genannt, also die Überforderung durch die Informationsfülle. Der Umgang mit der Informationsflut, das Bewerten und Ordnen der Informationen wird immer wichtiger.

Konnektivismus – Lerntheorie oder Hirngespinst?

30 Januar 2010 by Marc, View Comments

netz

[Dieter, Chip Fotowelt]

Während meiner Lektüre zu meinem Medienprojekt wurde häufig neben den altbekannten Lerntheorien Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus noch der Konnektivismus genannt. In seinem Ansatz berücksichtigt der Begründer des KonnektivismusGeorge Siemens – die technologischen Entwicklungen und deren Folgen für die Lehre sowie gesellschaftliche Veränderungen (z.B. lebenslanges oder informelles Lernen).

Der Kerngedanke des Konnektivismus lässt sich als Lernen ausserhalb des Individuums (z.B. in Organisationen oder Communities) und als vernetzen von Wissensquellen zusammenfassen. Das Wissen «was» «wie » und «warum» werden gemäss Siemens unwichtiger, das «wo» dagegen gewinnt an Bedeutung.

The pipe is more important than the content within the pipe.

Nun am einen Ort wird der Konnektivismus als vierte Lerntheorie gehandelt, an anderen Orten eher als pädagogische Sichtweise und nicht der Lerntheorie würdig kritisiert, an andern Orten taucht er gar nicht auf.
Nun frage ich mich, handelt es sich da um eine den andern dreien ebenbürtige Lerntheorie, ist das die Meinung eines einzelnen, basiert diese auf Ideen oder kann die als verlässlich und praktikabel angeschaut werden?