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Kunstwerk im Zeitalter des Internet

13 August 2010 by Marc, View Comments

mashupart

Den Veranstaltern der Diskussionsrunde «Kunstwerk im Zeitalter des Internet»,anlässlich der Eröffnung eines Museums für digitale Kunst,  ist es gelungen, namhafte Persönlichkeiten zu gewinnen: Walter Benjamin, deutscher Philosoph und Literaturkritiker, Ophir Kutiel aka Kutiman, israelischer Musiker, Komponist und Mash-Up Künstler (THROU YOU), Medienpädagogin Dalila Cohen, Juristin Alya Chalid, der renommierte Kunstkritiker Max Niederberger und XY, Mitglied der Piraten-Partei diskutierten über Kunstformen im Zeitalter des Internet.

Während sich die anderen Beteiligten zunächst zurückhalten, liefern sich die Juristin Alya Chalid und XY von der Piratenpartei einen ersten Schlagabtausch. Während Chalid die Frage in den Raum stellt, ob das Urheberrecht Mash-Up Künstler denn nicht betreffe wenn diese sich bei anderen Kunstwerken bedienten und diese als «moderne Kunst-Piraten» bezeichnet fordert XY eine zeitgemässe Überarbeitung der Rechtsgrundlagen. Es könne nicht sein, dass Personen durch ihr Kunstschaffen kriminalisiert werden. Kunst entstehe schon seit jeher durch Aufgreifen und Verändern bestehender Ideen und Werke. Den Argumenten der iranischen Juristin, Bruchstücke anderer Werke könnten so in einen falschen Zusammenhang gestellt werden hält er entgegen Dokumentarfilme zum Beispiel könnten oft gar nicht ohne Wiederverwendung von bereits bestehendem Material realisiert werden – dies sei aber akzeptiert.
Walter Benjamin mischt sich mit der Frage, ob sie denn sicher seien, dass es sich hierbei überhaupt um Kunstwerke handle, in die Diskussion ein und verweist auf sein Zitat «Die Einzigartigkeit des Kunstwerks ist identisch mit seinem Eingebettetsein in den Zusammenhang der Tradition» in Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Frankfurt am Main 1966, S. 16. Reproduktionen – und das sind seiner Ansicht nach solche Mash-Up Kunstwerke – aberkennt er jegliche Aura (Einmaligkeit, Echtheit).
Er sieht Mash-Ups als Vertreter einer sich immer mehr und schneller vernetzenden Internet-Gesellschaft als Steigerung der beschleunigten Wahrnehmung. Ebenfalls merkt er die schwindende Trennung zwischen Autor und Publikum an – und verweist auf den Begriff «Prosumer».
«Even the most perfect reproduction of a work of art,” Benjamin writes, “is lacking in one element: its presence in time and space, its unique existence at the place where it happens to be…The presence of the original is the prerequisite of the concept of authenticity»
Kutiman weist auf die Einzigartigkeit seiner Werke hin. Sie bestünden zwar aus unzähligen klein(st)en Sequenzen anderer bereits bestehender Songs, sind in ihrer Abfolge aber als Ganzes wiederum einzigartig. Er sieht keinen Unterschied darin, ob Farben und Leinwand, Buchstaben und Papier oder digitale Sequenzen zu Kunstwerken verarbeitet werden.
Die Medienpädagogin Dalila Cohen zitiert McLuhan und stärkt somit Kutimans Position: «Medien sind Erweiterungen des Menschen», sie dienen dazu, unsere Ideen umzusetzen, die Idee an sich entstammt aber dem Menschen, von daher verstehe sie jegliche Art von Mash Up als Kunstform. Jedoch erkennt auch sie rechtliche Unklarheiten.
Die Kunstkritikerin sieht Probleme der digitalen Kunst eher in ihrer Konservierbarkeit und begrüsst Kunst, welche für einen grossen Teil der Menschen übers Internet verfügbar ist. Ihre Definition von Kunst – eine Ergebnis gezielter kreativer menschlicher Tätigkeit.
Die geführte Diskussion hat nie stattgefunden und basiert auf eigenen Phantasien oder Zitaten der Berühmtheiten. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine Art Mash Up zur gestellten Frage.

Lernaufgabe Softwareproduktion

19 April 2010 by Marc, View Comments

pda

Leider konnte ich am abschliessenden Gruppentreffen nicht teilnehmen, umso neugieriger war ich auf das Ergebnis meiner Mitstudierenden. Gleich vorneweg, ich bin beeindruckt … die Lösung, für welche sich unsere Gruppe entschieden hat finde ich sehr gut.

Es war schön, wenn auch wahrscheinlich nicht wirklich praxisnah, dass Geld im «Überfluss»  zur Verfügung stand und wir unseren Fantasien freien Lauf lassen konnten. Sehr toll finde ich die Idee, dass die Inhalte den Mitarbeitenden zur Verfügung stehen, und auf persönlichen mobilen Geräten abgespielt werden können.

Es gibt zwei kleine Kritikpunkte,  die aber eher als Fragen aus meiner Sicht darstellen, als Kritik am Szenario. Erstens frage ich mich, weshalb den Mitarbeitenden PDAs und warum nur zwei zur Verfügung gestellt werden. Wenn ich pro Filiale Lern- und Arbeitsstationen vorsehen würde, wären das wahrscheinlich «richtige» Computer mit einem grossen Bildschirm und einer Tastatur. Wenn ich auf PDAs setzen würde (was ja heute mit iPhone und iPad und den Konkurrenzprodukten immer interessanter wird), wäre ich bestrebt jedem Mitarbeitenden möglichst ein persönliches Gerät zur Verfügung zu stellen.

Zweitens habe ich mir die Frage gestellt, ob es motivierend ist, mit einem Negativ-Beispiel zu starten, wird den Lernenden dadurch nicht vermittelt, dass ihre Beratungen allgemein eher schlecht sind? Wir alle korrigieren und kritisieren ja gerne, von daher könnte es aber auch motivierend wirken, wenn man zu Beginn gleich mal Fehler suchen darf.

Lernaufgabe Projektmanagement

26 Februar 2010 by Marc, View Comments

childcomputer
Nachdem das Projekt damit zunächst einen Abschluss gefunden hat, stellt sich anschließend die Frage, wer die Pflege und Wartung des Internetauftritts übernimmt und in welcher Form er sinnvollerweise abgewickelt wird.
Als Fachfrau soll Sibylle Knecht weiterhin die konzeptionelle Verantwortung für den Internetauftritt übernehmen.
Auch wenn kein kommerzieller Druck für die Wartung des Internetauftritts besteht, so müssen doch auch für die weitere Zusammenarbeit Absprachen getroffen werden.
Welche Tipps würden Sie aufgrund Ihrer eigenen Erfahrungen dem Projektteam (Projektleiterin Sibylle Knecht, Grafikerin Gabriele Schmidt, Technische Umsetzung Friedhelm Leven und Vorstand) geben, damit der Arbeitsprozess in Zukunft reibungsloser gestaltet werden kann.

Als wichtigste Tat sehe ich das Lernen aus den Fehlern, welche beim vorhergehenden Projekt «Aufbau der Webseite» gemacht wurden. Dazu zähle ich folgende Punkte:

  • Das neue Projekt ist wiederum in Phasen zu unterteilen. Dabei sollte ausreichend Zeit und Arbeit in die Planungsphase investiert werden, insbesondere bei der Planung der personellen Ressourcen.
  • Zudem ist bei allen Aufgaben genügend Zeit («Pufferzone») einzuplanen.
  • Den Projektmitgliedern aber auch den Auftraggebern (Vereinsvorstand) sollte es jederzeit möglich sein, den aktuellen Projektstand inklusive aller Protokolle und Vereinbarungen einzusehen.
  • Wichtig für eine erfolgreiche Weiterführung der Webseite scheint mir dass im Team eine gute Atmosphäre herrscht. Einzel- und Gruppengespräche können bestehende Differenzen aus dem vorherigen Projekt ausräumen. Eventuell muss das Team durch kompetente Mitarbeiter/innen verstärkt werden.
  • Sibylle sollte als Projektmanagerin eine Vision entwickeln. Sie sollte als Führungskraft dem Projekt ein «Gesicht» geben, so dass ich die Mitarbeitenden damit identifizieren können.
  • Eine der wichtigsten Konsequenzen ist, dass verbindlicher Absprachen getroffen werden und diese vom Projektteam aber auch vom Auftraggeber eingehalten werden.
  • Auch könnte es hilfreich sein, wenn gewisse finanzielle Mittel bereitgestellt werden könnten.

Ist doch logisch, sequentiell …

15 Februar 2010 by Marc, View Comments

didaktisch-methodische struktur

Als Gruppenaufgabe galt es diesmal anhand eines Fallbeispiels zu analysieren, wie zielgruppengerecht ein Lernangebot aufgebaut ist. Dabei sollte ein Entscheid für eine didaktisch-methodische Struktur gefällt werden.

Da meine Lernaufgabe etwas spät kommt und ich bereits viele Beiträge meiner Kolleginnen und Kollegen angeschaut habe,  muss ich wohl beim Entscheiden und Schreiben höllisch aufpassen, um mir nicht wieder vorwerfen lassen zu müssen, ich hätte abgeschrieben …

Um uns die Wahl für eine Struktur zu erleichtern wurde uns eine Tabelle mit Kriterien zur Hand gegeben. Anhand der Entscheidungskriterien Lehrstoff, Lernsituation, Zielgruppe, Lernstil, Motivation und Vorwissen soll man sich für eine Strukturierung entscheiden.

Eine kleine Unstimmigkeit in diesen Entscheidungskriterien ergab sich bei mir bei genauerem Hinschauen: Beim Merkmal «Zielgruppe» werden als Eigenschaft die Vorkenntnisse der Lernenden genannt, das Vorwissen wird etwas weiter unten aber auch als eigenes Merkmal genannt. Eigentlich könnte man Lernstil, Motivation und Vorwissen als Eigenschaften der Zielgruppe verstehen, welche u.a. die (in-)Homogenität verursachen verstehen. Oder ist Vorwissen ≠ Vorkenntnisse?

Für mich besonders ausschlaggebende Merkmale sind das Vorwissen, die Zielgruppe, die Motivation und der Lernstil, also alles direkt auf die Lernenden bezogene Merkmale. Ich denke es ist zwingend, die Lernenden ins Zentrum der Betrachtungen zu rücken.

Zweitrangig sind für mich der Lehrstoff und die Lernsituation. Das heisst nicht, dass diese Merkmale vernachlässigbar sind, doch scheint es mir sinnvoller, erst zu überlegen, ob Lernende intrinsisch oder extrinsisch motiviert sind, ob sie selbständiges Lernen gewohnt sind oder nicht, ob es sich um eine homogene/heterogene Zielgruppe handelt und über welches Vorwissen die Lernenden verfügen, bevor ich die Lernsituation und den Lehrstoff  berücksichtige. Diese vier Merkmale kann ich nämlich nur schwer beeinflussen (klar kann ich Nachhilfe bieten um nötiges Vorwissen zu vermitteln oder die Zielgruppe so gestalten, wie ich sie brauche), im Gegensatz zur Gliederung des Stoffes und der Lernsituation wo ich in den meisten Fällen wohl gewisse Gestaltungsspielräume habe.

Das bringt mich übrigens zu einem ähnlichen Ergebniss wie die Kollegin Eva:

Wer lernt Was Wie?

Und hinterlässt ein etwas komisches Gefühl, da ich eigentlich gerade so gut Argumente für eine logische Strukturierung hätte finden können. Ich vermute fast, dass es meistens auf einen Kompromiss oder eine Mischvariante hinausläuft, was mir ein Entwickler medialer Lernangebote auch bestätigt.

Aufgrund meiner Überlegungen und der Tatsache, dass u.a. die Mehrheit der Lernenden wohl extrinsich motivert und das selbständige Lernen wohl eher nicht (mehr) gewohnt ist komme ich zum Schluss, dass es sinnvoll ist die Mitarbeitenden mit einer eher sequentielle Struktur (mit einem Hang zur Logik, um auch fortgeschrittene und intrinsisch motivierte Lernende nicht zu langweilen) zum gewünschten Lernerfolg zu führen. Zumal ein sequentieller Aufbau einer Lerneinheit  für mich nicht zwingend das Lernen in individuellen Lerntempi verhindert. Dadurch dass es sich um ein WBT handelt, können alle in ihrem eigenen Tempo und zur gewählten Zeit lernen.

Programmieren lernen

18 Januar 2010 by Marc, View Comments

ajaxupload.js - schoolict

Als ich meine Lernaufgabe – die Beurteilung eines Online-Lehrganges zum Erlernen der einfachen Programmiersprache GamesScript musste ich kurz an das zuvor in den Studienbriefen Gelesene denken:

Die didaktische Qualität oder Wertigkeit eines Mediums lässt sich nicht an Merkmalen des Mediums selbst (seien sie inhaltlicher, konzeptueller oder gestalterischer Art etc) feststellen, sondern nur in dem kommunikativen Zusammenhang, in dem das Medium Verwendung findet.

Da ich den Einsatzzweck des Mediums, die Zielgruppe und das didaktische Szenario nicht kenne (es gibt wohl viele verschiedene) könnte ich hier einfach schweigen, doch so einfach will ich es mir doch nicht machen.

Gleich zu Beginn möchte ich auf einen Kritikpunkt meinerseits hinweisen. Ich kann nur schwer nachvollziehen, weshalb hier eine eigene Sprache “erfunden” wurde, um die Grundsätzlichen Konzepte des Programmierens zu veranschaulichen. Lernende haben zwar die “Grundlagen des Programmierens” erlernt, können diese aber erst nach einem zusätzlichen Aufwand – nämlich dem Einfügen des Wissens über die “richtige Programmiersprache” in ihr aufgebautes Wissen – in konkreten Beispielen nutzen.

Vom Aufbau her, mit der Möglichkeit entweder ein aufbauendes Tutorial Schritt für Schritt abzuarbeiten oder flexibel zu den gewünschten Sequenzen zu springen,  finde ich das Lernangebot gut konzipiert. Dazu kommt das Glossar über bestehende Funktionen und das Angebot verschiedener weiterführenden Aufgaben in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Ebenfalls gefällt mir die Option, dass das gelernte an Ort und Stelle angewandt werden kann. Sowohl der integrierte Code-Editor wie auch das Konsolen-Fenster für die Ausgaben erleichtern das Arbeiten mit dem Tutorial, da nicht ständig noch ein externer Editor bedient werden muss. Die Konsole ermöglicht das Erkennen von Fehlern, allerdings nur, wenn bereits eine gewisse Wissensbasis vorhanden ist. Um die Korrektur (und damit das Lernen) zu unterstützen wäre eine umfassendere Fehleranalyse und Hinweise zu möglichen Lösungsvorschlägen wünschenswert.

Es bestehen zwar Ansätze zur Interaktion mit den Nutzenden (in Form von “beste Lösung von …” in der Aufgabenübersicht), doch diese könnten eindeutig ausgebaut werden. So sähe ich z.B. gerne eine Möglichkeit, mich mit anderen Lernenden auszutauschen oder meine eigenen Ergebnisse zu präsentieren.

Wenn ich als Zielgruppe Leute aus der selben Altersklasse und mit dem selben Hintergrund wie der Autor betrachte – also Jugendliche in einer Schul- oder Berufsausbildung – scheint mir die Thematik Spiele als “Aufhänger” zu nutzen recht günstig. Ich befürchte aber, dass diese Thematik in Kombination mit einer eigens dafür entwickelten Sprache kein breites Publikum anspricht und unter diesem Gesichtspunkt keine sinnvolle didaktische Reduktion darstellt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich lieber an konkreten Aufgaben wiederverwendbares lerne.

Climate Mistery – der Weg nach Kopenhagen

5 November 2009 by Marc, View Comments

climatemystery

Anlässlich meiner letzten Einzelaufgabe in diesem Takt sollte ich Erfahrungen mit einem Serious Game sammeln und dokumentieren. Dazu habe ich mir “The Climate Mystery” eine online Reality-Learning-Umgebung, welche von Microsoft und Congin anlässlich des COP15-Klimagipfels in Kopenhagen vor ca. 2 Monaten lanciert wurde, angesehen.

Die Geschichte

Die Geschichte von vier Jugendlichen mit den Namen Adam, Liza, Cathryn und Josh dient als treibende Kraft hinter «The Climate Mystery». In jeder Episode erleben diese vier Hauptfiguren dramatische Ereignisse, die mit der Thematik des Klimawandels zusammenhängen. Es stellt sich heraus, dass sie äusserst sensibel auf CO2 reagieren – das heisst, sie werden jedesmal krank, wenn sie Quellen der CO2-Belastung zu nahe kommen.

Jede Woche wird eine neue Episode herausgegeben, die eine neue Geschichte, neue Aufgaben, Spiele und weitere Angebote bietet. Die Aufgaben werden von einer geheimnisvollen Organisation mit dem Namen «The Council» vergeben.

Die Zielgruppe

«The Climate Mystery» richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren und verfolgt folgenden Zweck:

Lernziel des Spiels

  • Schaffung eines pädagogischen Rahmens, in dem die Schüler mit der wissenschaftlichen Terminologie, den Prozessen und Sachverhalten im Zusammenhang mit dem Klimawandel vertraut werden.
  • Beitrag zur Entwicklung der wissenschaftlichen Kompetenzen der Schüler im Bereich des Klimas.
  • Den Schülern soll Gelegenheit gegeben werden, Fragen der Klimadebatte durch Diskussion und Nachdenken zu behandeln.
  • Schüler sollen in die Lage versetzt werden, den Zusammenhang zwischen Fragen des Klimawandels und ihrem Alltagsleben sowie dem geographischen Standort zu untersuchen.
  • «The Climate Mystery» soll Schülern dabei helfen, ein Wissen zu erwerben, das sie in die Lage versetzt, ihre Verhaltensweisen zu ändern und Verantwortung für das Klima zu übernehmen.
  • Die Klimadebatte kann leicht in eine Weltuntergangsstimmung ausarten; es ist deshalb wichtig, dass die Schüler auch Gelegenheiten und Hoffnung finden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Verhaltensweisen zu ändern und Verantwortung zu übernehmen.

“The Climate Mystery” – ein serious game oder mehr?

Im Artikel «Didaktische Konzeption von Serious Games: Zur Verknüpfung von Spiel- und Lernangeboten» diskutieren Michael Kerres, Mark Bormann und Marcel Vervenne die didaktischen Konzepte digitaler Spiele. Ein serious game verknüpft nach Meinung der Autoren Spielen, Lernen und Lehren.

tcm2

The Climate Mystery bietet zwar auch kleinere (Lern-)Spiele, in welchen man Punkte und sogar Pokale sammeln und so seien Reputation steigern kann, es bietet aber noch mehr.
Mit Hilfe von sozialen Medien und anderen digitalen Inhalten sollen Schüler rund um die Welt zusammen an Lösungen für die in jeder Episode von «The Climate Mystery» gestellten Aufgaben erarbeiten. Dazu gibt es ein Forum und alle paar Wochen eine (Video-)Botschaft mit Hinweisen um die «Mission» der Episode zu erfüllen.

Die Lerninhalte werden geschickt in die Aufgaben verpackt. Einerseits muss im Internet recherchiert werden, andererseits müssen in den Lernspielen kleine Umweltsimulationen erfolgreich bedient werden,  die Aufgaben zu lösen und Punkte zu erhalten. Die Jugendlichen müssen sich also mit dem Thema Klimaschutz und Erderwärmung recht intensiv auseinander setzen. Dies kann einerseits in Eigenregie passieren, andererseits werden recht ausführliche Dokumentationen und Unterrichtsmaterialien für Lehrpersonen angeboten, um im Präsenzunterricht das nötige Wissen zu vermitteln. Um die Episodenaufgabe lösen zu können bedarf es einer Internetrecherche und Kombination von bestehendem und dem neuen Wissen – von daher ist es fast unmöglich via “Try & Error” die Richtige Antwort zu finden und mit Punkten belohnt zu werden.

PLE vs. LMS

1 November 2009 by Marc, View Comments

Personal Learning Environment


Personal Learning Environment vs. Learning Management System

Um mir noch einmal im Klaren darüber zu werden, wo die Unterschiede zwischen LMS und PLE liegen, versuche ich zuerst beide aus meiner Sicht zu definieren. Dabei geholfen haben mir Kalz & Schaffter, Attwell, Kerres, Baumgartner und Schulmeister.

Wenn ich mich an Schulmeisters Präsentation auf der PLE-Tagung in Schwyz zurück erinnere gehören auch Bücher, mein Computer, mein Arbeitstisch, ja sogar die Bibliothek zu meiner persönlichen Lernumgebung, daraus könnte man jetzt schliessen, dass zu meinem LMS auch die die Studienadministration und das LMS der Online Campus oder das Learning Lab gehören.
Ich möchte an dieser Stelle aber bewusst auf die im Studienbrief erwähnten technischen Konzepte von LMS und PLE eingehen.

Definition LMS

Ein Learning Management System (LMS) …
… ist webbasiert
… dient der Bereitstellung von Lerninhalten
… dient der Organisation von Lernprozessen
… soll die Nutzenden unterstützen
… ist eine Schnittstelle zwischen Lernenden und Bildungsinstitution
… übernimmt Verwaltungsaufgaben
… ermöglicht eine Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden so wie zwischen Lernenden und Lernenden
… ermöglicht das Abfragen von Wissensstand und Lernfortschritt
… steht unter der Kontrolle der Bildungsinstitution
… ist “aus einem Guss”
… unterstützt zumeist das formelle Lernen

Definition PLE

Ein Personal Learning Environment (PLE) …
… ist nicht klar definiert
… wird als (technisches) Konzept einer individuell ausgestalteten Lernumgebung verstanden
… steht unter der Kontrolle der Lernenden
… umfasst auch Schreibtisch, Bücher, Bibliothek, Computer, Zeitschriften etc.
… dient dazu Wissen zu entwickeln und zu teilen
… besteht aus einer Verknüpfung von verschiedenen Web-Services oder Social-Software
… unterstützt zumeist das informelle Lernen
… bietet Lernenden die Möglichkeit, verteilte Online-Informationen und -Ressourcen integrieren zu können
… bietet Lernenden die Möglichkeit, die gesammelten und erzeugten Produkte anderen zur Verfügung zu stellen
… dienen der Informationssuche  – Atwell et. al
… dienen dem Sammeln und Strukturieren von Lerninhalten/Wissen
… dienen dem Bearbeiten und Analysieren von Lerninhalten/Wissen
… dienen der Reflexion von Lerninhalten/Wissen *
… dienen dem Präsentieren und Repräsentieren von Ergebnissen/Wissen *
… dienen dem Teilen von gewonnenem Wissen *
… dienen dem Vernetzen mit anderen Personen (Wissensträgern) *

* Da erschliesst sich mir der Unterschied zu einem ePortfolio noch nicht ganz, vielleicht könnte aber das ePortfolio ein Teil einer PLE sein.

[...]

webbasierte Autorentools im Vergleich

3 September 2009 by Marc, View Comments

Composica 4.0 | Web-based Collaborative e-Learning Authoring System

Da ich selber sowohl mit Mac als auch mit Linux und zwischendurch sogar mit Windows arbeite war bei mir bei der Wahl des Authoring-Tools sehr wichtig, dass dieses Plattformunabhängig funktioniert. Daher habe ich eXelearning ins Augegefasst. Als jedoch die Kollegin Heckmann dann bereits getestet hat, habe ich mich entschieden, mir ein neues zu suchen. Dieses sollte zudem webbasiert sein, um auch ohne Installation und plattformunabhängig auf dem eigenen Rechner arbeiten zu können.

Mit Composica habe ich ein sehr mächtiges webbasiertes Authoring-Tool gefunden, welches ohne weiteres mit Desktop-Applikationen mithalten kann – von Rapid-eLearning kann aber keine Rede mehr sein, das Tool benötigt einige Einarbeitungszeit, eröffnet einem aber dafür fast unbegrenzte Möglichkeiten. Leider ist es nicht crossbrowser-kompatibel und läuft nur mit IE 6+ unter Windows … da hätte ich mir auch direkt ein Desktop-Tool wie Engage ’09 von Articulate anschauen können.
Da es mich vom Funktionsumfang her überzeugte und ich neugierig war, habe ich trotzdem damit herumexperimentiert. Es ermöglicht nämlich nebst kollaborativem Arbeiten an den Inhalten auch sogenannte Mashups, wie z.B. eine Suche, deren Ergebnisse in einem iFrame angezeigt werden oder das einbinden von Youtube-Filmen. Daneben gibt es noch die Social Features wie die Möglichkeit ein Blog oder Bewertungsmöglichkeiten im WBT einzufügen. Diese Features konnte ich in der kurzen Zeit nicht testen und einsetzen.

Rapid Intake

Doch die Idee von webbasierten Tools finde ich recht cool, aus diesem Grund habe ich mich noch etwas umgeschaut und bin auf ein zweites kommerzielles und ein Open Source Produkt gestossen: Unison – das zweite kostenpflichtige Werkzeug – stand im Schatten von Composica und es bietet auch nichts, was ich mit dem Open Source Werkzeug Xerte Toolkits nicht auch machen könnte (ausser der Spiele).

xerte toolkit

Das Lizenzkostenfreie und auf dem eigenen Server installierbare Xerte Toolkit bietet (im Moment) nur ein – grafisch nicht sehr ansprechendes – schlichtes Theme für die Interaktive Lernumgebung. Wie und ob da selber Templates erstellt werden können, konnte ich bis jetzt noch nicht rauskriegen. Dafür lassen sich RSS-Feeds aggregieren und ebenfalls Youtube-Videos importieren. Es ist nicht ganz so mächtig wie Composica, doch für ein kostengünstiges Tool sehr mächtig und immer noch in der Entwicklung.

Wichtig für den Einsatz in einem LMS, alle drei können SCORM (1.2 oder 2004) exportieren und so in gewisser Weise mit dem LMS «interagieren».
Gestern habe ich dann von Klaus noch erfahren, dass ILIAS in der nächsten Version einen integrierten Editor enthalten wird, um direkt im LMS Inhalte zu generieren.

Fazit: Wenn ich oft professionell Inhalte entwickeln müsste und dies vielleicht sogar noch in einem Team, würde ich wohl (sofern es denn plattformunabhängig funktionieren würde) Composica ins Auge fassen. Im Moment werde ich mich aber etwas mehr mit dem Xerte Toolkit auseinander setzen um dessen Möglichkeiten noch etwas auszuloten. Ein Authoringtool – egal ob hoch komplex oder einfach zu bedienen – ist aber immer vom Autor sinnvoll einzusetzen. Dabei sollte sich dieser bewusst sein, was er vermitteln will. Eine «Lernumgebung» zu konzipieren, welche nicht tutoriellen Charakter hat ist wohl die Herausfoderung.

Horizonterweiterung

3 September 2009 by Marc, View Comments

LMS

Gestern Abend habe ich einige (neue) LMS kennen gelernt. Anlässlich einer Lernaufgabe sollen wir für einen bestimmten Zweck ein LMS empfehlen und uns zuvor über die unterschiedlichsten Varianten schlau machen. In unserer Lerngruppe hat sich jede/r ein LMS vorgeknöpft und anschliessend in einer Live-Demo via Adobe Connect den andern vorgestellt.

Unsere Gruppe hat die LMS ILIAS, eFront, fronter, OLAT und moodle kurz-”evaluiert”. Um unsere Vorgaben zu erfüllen haben wir uns anschliessend für eFront entschieden. Doch auch die anderen waren beeindruckend und irgendwie kam bei mir die Frage auf, weshalb die (PH) FHNW gerade moodle ausgewählt hat – die andern können alles was moodle kann auch, umgekehrt bin ich da aber nicht ganz sicher und moodle sieht in der Standardkonfiguration deutlich am wenigsten gut aus.

Fazit 1: Live präsentieren mit Adobe Connect geht – nicht immer flüssig, aber es geht.

Fazit 2: Wenn man Geld hat, wäre fronter einen Blick wert

Fazit 3: Hoffentlich kann moodle mit der Version 2.0 etwas aufholen, vor allem was das «look and feel», Web 2.0-Technologie und die Benutzerfreundlichkeit angeht.

Reflexion der Online-Gruppenarbeit

21 August 2009 by Marc, View Comments

onlinetutoring

Für unsere Gruppenarbeit nutzen wir meistens Forum und Adobe Connect. In diesem Takt haben wir auch noch ein anderes Hilfsmittel – CMapTools – verwendet, um kollaborativ an einer Concept Map zu arbeiten. Die Ergebnisse werden nun in einem Google Doc zusammengestellt und dann präsentiert.

Die Arbeit im letzten Takt verlief recht problemlos. Der Moderator hat unsere Forenbeiträge bereits während der Arbeit begonnen zusammenzufassen, so dass kein grosser Zeitdruck für Ihn bestand und wir uns möglichst lange im Forum austauschen konnten. Unsere Lerngruppe gibt sich Mühe, auf Forenbeiträge zeitnah zu antworten – ich denke von Leuten, welche einen solchen Studiengang absolvieren darf man auch verlangen, dass sie in der Regel einmal pro Tag auf der Lernplattform vorbeischauen.

Was mir sowohl bei der vergangenen als auch bei der aktuellen Gruppen-Videokonferenz aufgefallen ist, ist die teils schlechte Tonqualität. Da es jeweils andere Mitglieder trifft, gehe ich davon aus, dass es nicht an der Konfiguration einzelner liegt (Mac/PC, langsame Internetverbindung, schlechtes Headset etc.) sondern an der Serverkapazität des Connect-Servers. Dies führte zum Teil zu skurrilen und mühsamen Situationen, wenn eine Person zu sprechen begann und die andern sie nicht hören konnten oder teilweise immer die letzten Worte “verschluckt” wurden. Auf die Dauer ist es recht mühsam so miteinander zu kommunizieren und verlangt – denke ich – der moderierenden Person noch mehr ab, da sie immer auf Probleme eingehen oder zwischen sich nicht hörenden vermitteln muss.

Ein weiterer Negativpunkt der mir aufgefallen ist, ist die z.T. schlechte Moral bei Präsentationstermin-Abstimmungen via Doodle. Hier würde ich die Verantwortlichen bitten eine kürzere Zeitspanne zum Eintragen festzulegen, denn je länger die Zeit fortschreitet, desto schwieriger wird es für die anderen, sich all die Termine freizuhalten.

Für die aktuelle Gruppenaufgabe haben wir uns entschieden mit CMapTools kollaborativ eine ConceptMap zu erstellen. Das Resultat kann hier besichtigt werden. Abschliessend muss man sagen, dass es recht schwierig ist, mit ca. 6 Personen gemeinsam an einer ConceptMap zu arbeiten, da jede/r ein wenig andere Vorstellungen von der ConceptMap und der Struktur des Themas hat. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das mit ConceptMaps an sich zusammenhängt oder doch eher mit unsere Unerfahrenheit. Und trotzdem war uns die ConceptMap bei der Besprechung für die Präsentation eine Hilfe.

Zum Schluss muss ich noch auf den Blogeintrag des Kollegen Lüdemann verweisen. Mir ging es ähnlich, auch ich fand diesen Studienbrief qualitativ eher in den hinteren Rängen angesiedelt. “Ganz neue” Medien wie Twitter, Blogs, Google Wave, etc wurden in den Studienbriefen nicht erwähnt, da hätte ich mir zumindest noch Zusatzmaterialien gewünscht, welche den Studienbrief ergänzt hätten.

UPDATE: Die von Urs wahrscheinlich zur selben Aussage formulierte These « [...] PowerPoint-Präsentationen begünstigen das arbeitsteilige Vorgehen [...] und es werden keine gemeinsamen Lösungen entwickelt [...]» kann ich zwar nachvollziehen, bei uns lief das eigentlich ganz im Team, klar musste auch jemand zusammenstellen, aber wir bemühten uns jeweils gemeinsame Ideen zu entwickeln. Den partiellen Durchhänger ordnen wir alle dem/n Sommer(ferien) zu – vielleicht sind wir aber auch schon vor der Prüfung ein bisschen mit Fallbeispiel – PPT – Connect übersätigt. Die Erfahrungen mit ConceptMaps war ein guter Versuch ein Bisschen Abwechslung zu schaffen, aber leider nicht so wirklich von Erfolg gekrönt …