Tag Archive - eBook Reader

iPad – und jetzt?

3 Februar 2010 by Marc, View Comments

Photoshop

Eigentlich wurde der neuste Wurf Steve Jobs’ und seiner Mitarbeiter bereits an verschiedensten Stellen ausführlich besprochen. Da ich aber in letzter Zeit des öfteren darauf angesprochen wurde «Und, hast du schon ein iPad reserviert?» oder «Du als Apple-Jünger wirst dir so ein Teil sicher kaufen…» muss ich halt doch noch Stellung beziehen.

Mit den aktuellen Infos und ohne das Gerät einmal in den Händen gehalten zu haben muss ich deutlich NEIN sagen. Auch wenn andere Blogger-Kollegen das ganz anders sehen.

Es scheint mir dass ich ein solches Produkt nicht will. Für alles unterwegs hab ich ein kleines Gerät, mit welchem ich eMails und kurze Texte schreiben Termine verwalten, fotografieren, telefonieren, surfen, twittern und News lesen und all diese locationbased Services nutzen kann. Wenn ich nun meine Fotos bearbeiten, längere Texte schreiben oder sonst was machen will, will ich das an einem grossen Bildschirm mit etwas Power dahinter machen und dafür hab ich das entsprechende Gerät gefunden

Dazwischen gibt es in der Tat Anwendungsbereiche, welche (durch digitale Medien) noch nicht abgedeckt sind und welche ich gerne irgendwie digital «bearbeiten» möchte – z.B. Texte lesen und reinschreiben oder allgemein handschriftliche Notizen verfassen. Doch gerade dafür scheint mir dieses iPad nicht wirklich geeignet. Klar, hätte ich gerne eine Batterielaufzeit von 10 Stunden für mein iPhone  (wobei ich diese Angaben  eher mit Vorsicht geniesse) aber wenn ich ein Buch lese will ich dieses Gerät nicht jeden Abend an die Steckdose / den Mac hängen … und auf einem leuchtenden Display will ich – so vermute ich – nicht lange Texte lesen. Die handschriftliche Eingabe wäre wahrscheinlich auch Steve Jobs Stylus-Phobie zum Trotz irgendwie möglich.

Ich weiss nicht, wie ich auf dieser «virtuellen Tastatur» länger als 140 Zeichen schreiben soll ohne den Krampf zu kriegen und diese Aufstecktastatur – ich weiss nicht so recht.
Als Gerät für unterwegs – und so würde ich es gerne nutzen – scheint mir das Gerät wenig praktikabel, eher so für auf dem Sofa zu surfen und Fotos zu zeigen.

Dafür kann man das Gerät auch als digitalen Bilderrahmen missbrauchen – toll!

eBook Reader von Sony im Test

16 Januar 2010 by Marc, View Comments

Photoshop

Ich habe mich bereits vor einiger Zeit über  Papierstapel und PDFs am Bildschirm lesen beklagt und über die eBook Reader nachgedacht. Um nicht gleich einige 100 CHF investieren zu müssen, um das für mich geeignete Produkt zu finden habe ich bei diversen Firmen einmal nachgefragt, ob es denn nicht Leihgeräte gäbe, welche ich eine Zeit lang testen dürfte.  Die Firma Sony hat als erstes zugesagt und stellte mir noch im alten Jahr während 5 Wochen einen Sony PRS 600 zur Seite. Es handelt sich dabei um die Touch-Version des Vorgängers PRS 505. Ich hoffe dereinst auch noch andere Produkte (z.B. txtr oder eine Neuvorstellung der CES Las Vegas 2010) testen zu können.

Bedienung

Die Bedienung des Gerätes mit Stift (ist auch mit der Hand möglich, die Oberfläche mag das Fett der Finger aber nicht so) finde ich sehr angenehm, wie an anderen Stellen bereits gehört finde ich die Reaktionszeit zum Teil eher etwas lang, so dass ich zwischendurch gar nicht mehr sicher war, ob denn nun geblättert wird oder nicht. Genau dasselbe ist mir auch bei anderen EIngaben wie z.B. dem Markieren von Textstellen oder dem erstellen von Notizen oder Das Gerät liegt angenehm in der Hand und trotzdem schleppt man sich damit nicht zu tode.

Konnektivität

Die Kommunikation mit meinem Mac lief erstaunlich gut und auch das Update – als ich dann mal begriffen hatte wies funktioniert – ging flott über die Bühne. Die Software «Reader Library» ist dem Bedienkonzept von iTunes nachempfunden und erfüllt erstaunlich gut ihren Dienst (was man nicht von jeder eBook-Befüller-Software sagen kann).

Bildschirm

Das Lesen auf diesem e-Ink Disyplay empfand ich als erstaunlich entspannend. Dies wohl aus zwei Gründen: 1. verfügt es gegenüber dem iPhone über eine anständige Grösse, so dass ich mich nicht entscheiden muss ob ich mit zusammengekniffenen Augen Buchstabe um Buchstabe identifizieren muss oder ob ich einen etwas grösseren Abschnitt anzeigen lasse und 2. empfand ich den Kontrast und die Darstellung allgemein (für Text!) sehr angenehm. Wo wir auch gleich bei einem Kritikpunkt – weniger an diesem speziellen Gerät sondern eher an eBook Readern im allgemeinen – sind. Die Darstellung von Grafiken geschweige den Bildern empfand ich als schlecht.

Mein Urteil

Anmerkungen werden zwar in der Software angezeigt (was bei mir nur teilweise zu funktionieren schien), es gibt aber  (meines Wissens) keine Möglichkeit, eine PDF-Datei mit all den Anmerkungen zu exportieren um sie anderweitig zu verwenden. Dies bräuchte ich unbedingt, schliesslich könnte es ja sein, dass ich doch plötzlich wieder einen Ausdruck auf Papier brauche oder einfach meine Notizen mit jemand anderem teilen möchte. Grundsätzlich muss man dem Gerät aber zugute halten, dass es überhaupt die Option Notizen und Markierungen zu erstellen ermöglicht – bisher war das ja gar nicht so selbstverständlich. Für mich allerdings unverzichtbar, da ich auch Fachartikel und Studiematerialien darauf lesen möchte und mir dazu meine Notizen machen will.
Die Darstellung meiner PDFs hat mich nur halbwegs befriedigt – die Umbrüche wurden schlecht gemacht, was das Lesen teilweise recht erschwerte.
Grundsätzlich könnte ich mir aber vorstellen, einen Nachfolger dieses Teils mein eigen zu nennen …