Vom hässlichen Entlein zum Schwan
Vor fast einem halben Jahr habe ich anlässlich einer Unterrichtseinheit mit Schülern zum Thema digitale Bilder über eine Webseite berichtet, welche auf eindrückliche Weise zeigt, welche Retouchen ein Model über sich ergehen lassen muss, bevor es auf dem Titelblatt eines Magazins erscheint. Dieses Video zeigt nun im Zeitraffer die Arbeitsschritte, welche notwendig sind, um aus einer gewönlichen Frau eine Dove-Plakat-Schönheit zu machen. Wieder ein Fundstück mehr für meine Sammlung!
Hier hinein passt auch noch die Weiterbildung, welche ich vor einigen Tagen zum Thema «Bilder, die lügen …» gefunden habe. Aus dem Kursbeschrieb:
Eingangstext:
Kinder und Jugendliche wachsen in einer Medienwelt auf, in der fotografische Abbildungen und eigenes Fotografieren selbstverständlich sind. Fotos wird nach wie vor ein Beweischarakter zugeschrieben. Es stellt sich die Frage, ob man fotografischen Abbildungen im Zeitalter digitaler Bildbearbeitungsmöglichkeiten noch trauen kann und ob man dies denn vor der Erfindung des Computers konnte.
Kursziel:
Die Teilnehmenden
– kennen und erkennen Bildmanipulationen
– lernen Adbusting-Collagen als pädagogische Methode kennenKursinhalt-Die Bedeutung von manipulierten Bildern für das Aufwachsen junger Menschen (Stichwort “Schönheitsideale”)
– Konzepte der rezeptiven und produktiven Auseinandersetzung
– Aufbau einer eigenen Bilddatenbank
– Eigenes Arbeiten mit Bildern
Wenn die Zeit es zulässt, werde ich mich da wohl anmelden.
Frohe Festtage und ein gutes 2009

Ich wünsche allen regelmässigen und unregelmässigen Blogleser/innen frohe Weihnachtstage und einen guten Start ins 2009!
«Born Digital» auf Deutsch

Eigentlich wollte ich das Buch ja auf englisch lesen, es wäre ein gutes Training. Gestern habe ich zufällig aber herausgefunden, dass das Buch scheinbar seit kurzem auch in deutscher Sprache vorliegt und es mir direkt bestellt. Dann nehm ich mir für das nächste Jahr halt andere Vorsätze.
Update: Dummerweise ist das Buch erst heute angekommen, jetzt wo die Ferien schon fast vorbei sind …
Supermarios Perspektive
Via Kurt Jakobs Blog bin ich auf das folgende Video gestossen: Der Fotograf Robbie Cooper hat mittels einer am Bildschirm befestigten Kamera Kinder beim Spielen mit dem Computer gefilmt. Es sind ausschliesslich deren Gesichter erkennbar, als Tonspur wurde die Geräuschkulisse des jeweiligen Spiels verwendet. Ein nicht unbekannter Medienpädagoge meinte im Gespräch, dass dies nicht unbedingt mit Immersion zu tun hat … meine Antwort: “Immersion ist mehr als nur das, aber es zeigt recht gut, wie Kinder – und übrigens auch Erwachsene – in Computerspielen versinken.” Ich interpretiere Richard Bartles Schilderung der Immersionsstufen jedenfalls so, dass Stufe 1 auf diese Spieler/innen zutreffen würde.
player: Die Spielfigur ist ein Mittel zur Beeinflussung der Spielwelt.(1)
Der etwas ältere Knabe gegen Schluss könnte evt. sogar der zweiten Stufe zugeordnet werden
avatar: Die Spielfigur ist ein Repräsentant des Spielers in der Spielwelt. Spieler sprechen in der dritten Person über die Spielfigur. (2) character: Computerspieler identifizieren sich mit der Spielfigur und sprechen in der ersten Person über sie.(3)

