iPhone 2.0 und Lernen 2.0

12 Juni 2008 by Marc, View Comments

Apple - iPhone - Galerie - Hardware

Ich schliesse mich nun doch auch dem Hype und den Berichterstattungen rund um das iPhone 2.0 an, versuche aber das iPhone nicht nur als Gadget technophiler Apple-Jünger zu sehen, sondern auch über dessen Möglichkeit im Unterricht zu fantasieren …

Schon vor geraumer Zeit hat die PH FHNW Solothurn ein Projekt namens «Pocket for Pupils» lanciert, in welchem Primarschülern ein Handheld zur Verfügung gestellt und dessen Einsatz untersucht wurde.
Im Moment werden zwar OLPC und eeePC als die Geräte für den Unterricht gehandelt, doch das iPhone oder der iPod touch bieten durchaus auch Möglichkeiten für den Schulalltag. Da wäre zum Beispiel ein Taschenrechner, welcher durch kippen des Gerätes in einen wissenschaftlichen Taschenrechner umgewandelt wird. Office-Dokumente können angeschaut werden (wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie auch bearbeitet werden können), natürlich können eMails versendet, gechattet und im Internet gesurft werden, eine Kamera schiesst Fotos (und macht Videos?) und mit dem App-Store stehen ca. 4000 Entwickler davor, verschiedenste neue Software anzubieten. Diese reichen von Spielen, einfacher “Karteikarten-Software” zum lernen von medizinischen Begriffen bis zu virtuellen Musikinstrumenten, mit welchen eigene Songs komponiert werden können.

Mit der Software iWriter wird es Lehrpersonen und Schülern vielleicht dereinst ermöglicht eigene Anwendungen auf dem iPhone zu entwickeln. Mit dem QingBar MP101 einem Miniprojektor für iPhone und iPod steht auch ein entsprechendes Präsentationsgerät zur Verfügung, dessen Qualität ich allerdings nicht beurteilen kann.

Beim Lesen von Beat Döbelis Weblog in der Kategorie IsaHandheldSchool sein dem Leser empfohlen einfach mal die Begriffe PDA und Handhelt durch iPhone oder iPod touch zu ersetzen.

Ein weiterer Vorteil gegenüber dem PDA, ein iPhone braucht keinen Stift, den die Lernenden verlieren können! Jetzt bleibt noch der Preis, abwarten was Swisscom und Oranger uns offerieren.
Und sollte dies jemand lesen, der bereit wäre einen iPhone-Koffer zu spendieren, ich würde auf keinen Fall nein sagen … und meine Schüler sicher auch nicht …

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Nachtrag vom 24.6.08:

Wie ich eben in der populären Pendlerzeitung gelesen habe, plant kiknet AG die Spielkonsolen Nintendo DS an Lehrpersonen / Schulklassen (günstig) abzugeben. An einer Sekundarschulklasse seien die Geräte im Unterricht bereits erprobt worden. Die Frage, ob die Schüler aber tatsächlich lieber Hausaufgaben machen bleibt bis jetzt unbeantwortet. Die Idee ist ja nicht unbedingt neu, wie dieser Beitrag zeigt … und b diese Geräte dereinst tatsächlich Bleistift und Papier aus den Schulstuben verdrängen … ich bin da eher skeptisch … denn so einfach wie Papier und Stift ist wohl nichts zu bedienen.

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