[Blog-Karneval] Lernen 2.0 – Verändert das “Mitmachnetz” unsere Lernstrategien?

26 Februar 2010 von Marc, View Comments

netzwerk

Der E-Learning-2.0-Blog hat einen Blog-Karneval zum Thema «Lernen 2.0 – Verändert das “Mitmachnetz” unsere Strategien zu lernen?» gestartet und ruft alle LeserInnen des Blogs auf, sich aktiv bis zum 7. März 2010 zu beteiligen und um damit auch ein wenig die Diskussionskultur anzukurbeln. Dieser Aufforderung will ich doch nachkommen und gleichzeitig weiterrufen.

Die beiden Blogger geben folgende Leitfragen vor:
  • Was versteht ihr grundsätzlich unter lernen?
  • Welche Rolle spielen die Web-2.0-Tools beim Lernen für euch?
  • Könnt ihr bei der Verwendung von Web-2.0-Tools Unterschiede zu herkömmlichen Lernstrategien (z.B. Wiederholen) feststellen?
  • Inwieweit hat sich eurer Meinung nach durch die Möglichkeiten zur Kommunikation, Produktion, Kollaboration und Partizipation das Lernen geändert bzw. wird es sich ändern?
  • Welche neuen Lernstrategien werden im Mitmachnetz notwendig?
Lernen kann als Erwerb (oder die Veränderung bestehenden) von  Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten beschrieben werden. Der Wortherkunft nach hat lernen etwas mit «Spuren hinterlassen» zu tun. Es basiert auf  dem Verarbeiten von Erfahrungen oder  Informationen. Grundsätzlich orientiere ich mich an einem konstruktivistischen Lernverständnis wobei ich im Konnektivismus Ansätze für das Lernen in der Gruppe und mit dem Internet zu erkennen glaube.

Ich nutze sehr viele Web 2.0-Tools und versuche sie auch immer wieder gewinnbringend fürs eigene Lernen zu nutzen. Ab und zu gelingt mir das sogar.

Die Tools ändern sich, die Strategien eher weniger …

Die Tools ändern sich, die Lernstrategien für formelles Lernen nur unwesentlich. Zumindest ist dies meine Erfahrung aus dem vergangenen Semester. Es gib zwar Wikis, Blogs, Cobocards, Mediabird etc. doch schlussendlich wird trotzdem mehrheitlich alleine und in meinem Fall mit Papier und Stift gelernt. An was liegt das?

  • Am Zeitmangel ? Das würde bedeuten kollaboratives Lernen mit Web 2.0-Werkzeugen braucht mehr Zeit.
  • An den fehlenden Lernanlässen?
  • An der Offenheit? Trauen sich die Lernenden nicht sichtbare Fehler zu machen?
  • An mir?

Für das informelle Lernen bieten die Vernetzungsmöglichkeiten für mich persönlich mehr. Via Google Reader und Twitter werde ich über die «Szene» auf dem Laufenden gehalten indem ich interessanten Personen folge und meine eigenen Interessen teile und die Dienste vark.com und twitter haben mir schon öfters Antworten auf Fragen geliefert.

Geändert hat sich die Fülle der Informationen und deren Repräsentation. Während früher der Lernstoff als Text und Bild vorlag, gibt es heute unterschiedlichste multimediale Möglichkeiten. Durch die Fülle der Information(-smöglichkeiten) ist das Wissen wie und wo ich eine Lösung finde heute fast wichtiger geworden als die Lösung selber. Es wird wohl zunehmend schwieriger Schülern beizubringen, weshalb man gewisse Dinge auswendig lernen muss, wenn man jederzeit auf das Internet zugreifen und nachschlagen kann.

Mit der Informationsüberflutung wird auch immer das «Lost in Hyperspace»-Phänomen genannt, also die Überforderung durch die Informationsfülle. Der Umgang mit der Informationsflut, das Bewerten und Ordnen der Informationen wird immer wichtiger.

Lernaufgabe Projektmanagement

26 Februar 2010 von Marc, View Comments

childcomputer
Nachdem das Projekt damit zunächst einen Abschluss gefunden hat, stellt sich anschließend die Frage, wer die Pflege und Wartung des Internetauftritts übernimmt und in welcher Form er sinnvollerweise abgewickelt wird.
Als Fachfrau soll Sibylle Knecht weiterhin die konzeptionelle Verantwortung für den Internetauftritt übernehmen.
Auch wenn kein kommerzieller Druck für die Wartung des Internetauftritts besteht, so müssen doch auch für die weitere Zusammenarbeit Absprachen getroffen werden.
Welche Tipps würden Sie aufgrund Ihrer eigenen Erfahrungen dem Projektteam (Projektleiterin Sibylle Knecht, Grafikerin Gabriele Schmidt, Technische Umsetzung Friedhelm Leven und Vorstand) geben, damit der Arbeitsprozess in Zukunft reibungsloser gestaltet werden kann.

Als wichtigste Tat sehe ich das Lernen aus den Fehlern, welche beim vorhergehenden Projekt «Aufbau der Webseite» gemacht wurden. Dazu zähle ich folgende Punkte:

  • Das neue Projekt ist wiederum in Phasen zu unterteilen. Dabei sollte ausreichend Zeit und Arbeit in die Planungsphase investiert werden, insbesondere bei der Planung der personellen Ressourcen.
  • Zudem ist bei allen Aufgaben genügend Zeit («Pufferzone») einzuplanen.
  • Den Projektmitgliedern aber auch den Auftraggebern (Vereinsvorstand) sollte es jederzeit möglich sein, den aktuellen Projektstand inklusive aller Protokolle und Vereinbarungen einzusehen.
  • Wichtig für eine erfolgreiche Weiterführung der Webseite scheint mir dass im Team eine gute Atmosphäre herrscht. Einzel- und Gruppengespräche können bestehende Differenzen aus dem vorherigen Projekt ausräumen. Eventuell muss das Team durch kompetente Mitarbeiter/innen verstärkt werden.
  • Sibylle sollte als Projektmanagerin eine Vision entwickeln. Sie sollte als Führungskraft dem Projekt ein «Gesicht» geben, so dass ich die Mitarbeitenden damit identifizieren können.
  • Eine der wichtigsten Konsequenzen ist, dass verbindlicher Absprachen getroffen werden und diese vom Projektteam aber auch vom Auftraggeber eingehalten werden.
  • Auch könnte es hilfreich sein, wenn gewisse finanzielle Mittel bereitgestellt werden könnten.

Lindt Passion Chocolat getestet

22 Februar 2010 von Marc, View Comments

[Trigami-Review]

lindt
Letzte Woche erhielt ich ein süsses Paket von Lindt & Sprüngli. Darin enthalten waren je eine Tafel «Passion Chocolat Caramel & Fleur de Sel» und «Passion Chocolat Orange & Pistache».  Die neuen Tafelkreationen der Lindt Maîtres Chocolatiers sind im Detailhandel ab Mitte Februar erhältlich. Der Hersteller rühmt sich einer der «innovativsten und kreativsten Hersteller von Premium-Schokolade» zu sein.

Jetzt zu meinem Test…

Die Produkte

Kandidatin 1: Passion Chocolat Caramel & Fleur de Sel ist eine Schokolade mit zarten Caramelstückchen und handgeschöpftem Fleur de Sel. Die Zutaten werden auf dunkle Milch-Chocolade aufgestreut.

Kandidation 2: Passion Chocolat Orange & Pistache enthält knackige Pistazien, geröstete Mandeln und  Orangenstückchen, welche auf feinste Lindt Milch-Chocolade aufgestreut werden.

Kandidatin 1 hat mich restlos überzeugt, auch wenn ich vom Salz eher wenig spürte …  Sie hat einen angenehm caramel-schokoladigen Geschmack und knuspert zwischen den Zähnen wenn sie gekaut wird. Leuten, welche nicht gerne klebende Caramel-Stücke aus den Zähnen kratzen oder lutschen ist sie wohl eher nicht zu empfehlen, meinen Geschmack hat sie absolut getroffen. Kandidatin 2 spricht mich geschmacklich eher wenig an, Pistazien und Mandeln hätten gereicht, den Orangengeschmack mag ich in Kombination mit Schokolade irgendwie nicht. An was es liegt, kann ich auch nicht genau sagen. Beiden gemeinsam ist, dass sie für Schokoladentafeln unüblich – keine Vorportionierungen bieten sondern einfach als Platte daher kommen … für mich gut, denn so gibts immer ein grösseres Stücklein als vorgesehen

Die Verpackung

Die Verpackung ist eher schlicht gehalten und hat ein durchsichtiges Fensterchen. Dieses ist auch der Grund, weshalb die Schokolade nicht wie  sonst meist üblich in Alufolie eingewickelt , sondern in einer transparenten Plastikfolie eingeschweisst ist. Es soll dem Kunden schon vor dem Kauf einen Blick auf die süsse Sünde ermöglichen – eigentlich eine gute Idee, dann muss man die Katze nicht mehr im Sack (oder eben die Schokolade in der Folie) kaufen. Inwieweit das Erscheinungsbild der Schokolade und nicht eher alles was rund ums Fenster so abgebildet ist oder die Werbekampagne das Kaufverhalten beeinflussen kann ich nicht sagen. Eine Geschmacksprobe wäre da wohl förderlicher.

Wie die Umweltverträglichkeit der neuen Verpackung (Karton und Plastik) gegenüber der bekannten Variante (Papier und Alu) abschneidet kann ich nicht beurteilen.

Die Vermarktung

Die Vermarktung spielt wohl eher eine Rolle für die Akzeptanz unter den Kunden. Die «knackig-süsse Verführung für echte Gourmets und Chocoladen-Kenner» kann bei einem der schweizer Grossverteiler degustiert werden und es werden sowohl Print- als auch Online-Kampagnen gestartet. Wie es sich für eine Neulancierung eines Produktes gehört, gibt es auch den entsprechenden Wettbewerb dazu.


Ist doch logisch, sequentiell …

15 Februar 2010 von Marc, View Comments

didaktisch-methodische struktur

Als Gruppenaufgabe galt es diesmal anhand eines Fallbeispiels zu analysieren, wie zielgruppengerecht ein Lernangebot aufgebaut ist. Dabei sollte ein Entscheid für eine didaktisch-methodische Struktur gefällt werden.

Da meine Lernaufgabe etwas spät kommt und ich bereits viele Beiträge meiner Kolleginnen und Kollegen angeschaut habe,  muss ich wohl beim Entscheiden und Schreiben höllisch aufpassen, um mir nicht wieder vorwerfen lassen zu müssen, ich hätte abgeschrieben …

Um uns die Wahl für eine Struktur zu erleichtern wurde uns eine Tabelle mit Kriterien zur Hand gegeben. Anhand der Entscheidungskriterien Lehrstoff, Lernsituation, Zielgruppe, Lernstil, Motivation und Vorwissen soll man sich für eine Strukturierung entscheiden.

Eine kleine Unstimmigkeit in diesen Entscheidungskriterien ergab sich bei mir bei genauerem Hinschauen: Beim Merkmal «Zielgruppe» werden als Eigenschaft die Vorkenntnisse der Lernenden genannt, das Vorwissen wird etwas weiter unten aber auch als eigenes Merkmal genannt. Eigentlich könnte man Lernstil, Motivation und Vorwissen als Eigenschaften der Zielgruppe verstehen, welche u.a. die (in-)Homogenität verursachen verstehen. Oder ist Vorwissen ≠ Vorkenntnisse?

Für mich besonders ausschlaggebende Merkmale sind das Vorwissen, die Zielgruppe, die Motivation und der Lernstil, also alles direkt auf die Lernenden bezogene Merkmale. Ich denke es ist zwingend, die Lernenden ins Zentrum der Betrachtungen zu rücken.

Zweitrangig sind für mich der Lehrstoff und die Lernsituation. Das heisst nicht, dass diese Merkmale vernachlässigbar sind, doch scheint es mir sinnvoller, erst zu überlegen, ob Lernende intrinsisch oder extrinsisch motiviert sind, ob sie selbständiges Lernen gewohnt sind oder nicht, ob es sich um eine homogene/heterogene Zielgruppe handelt und über welches Vorwissen die Lernenden verfügen, bevor ich die Lernsituation und den Lehrstoff  berücksichtige. Diese vier Merkmale kann ich nämlich nur schwer beeinflussen (klar kann ich Nachhilfe bieten um nötiges Vorwissen zu vermitteln oder die Zielgruppe so gestalten, wie ich sie brauche), im Gegensatz zur Gliederung des Stoffes und der Lernsituation wo ich in den meisten Fällen wohl gewisse Gestaltungsspielräume habe.

Das bringt mich übrigens zu einem ähnlichen Ergebniss wie die Kollegin Eva:

Wer lernt Was Wie?

Und hinterlässt ein etwas komisches Gefühl, da ich eigentlich gerade so gut Argumente für eine logische Strukturierung hätte finden können. Ich vermute fast, dass es meistens auf einen Kompromiss oder eine Mischvariante hinausläuft, was mir ein Entwickler medialer Lernangebote auch bestätigt.

Aufgrund meiner Überlegungen und der Tatsache, dass u.a. die Mehrheit der Lernenden wohl extrinsich motivert und das selbständige Lernen wohl eher nicht (mehr) gewohnt ist komme ich zum Schluss, dass es sinnvoll ist die Mitarbeitenden mit einer eher sequentielle Struktur (mit einem Hang zur Logik, um auch fortgeschrittene und intrinsisch motivierte Lernende nicht zu langweilen) zum gewünschten Lernerfolg zu führen. Zumal ein sequentieller Aufbau einer Lerneinheit  für mich nicht zwingend das Lernen in individuellen Lerntempi verhindert. Dadurch dass es sich um ein WBT handelt, können alle in ihrem eigenen Tempo und zur gewählten Zeit lernen.

pidoco° – Prototyping und Usability Software erstellt klickbare Wireframes

6 Februar 2010 von Marc, View Comments

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Photoshop

Internet-Agenturen, Web-Designer,Screen-Designer, Interface-Designer, Information Architects (Informationsarchitekten),Interaktionsdesigner kennen das Problem, man muss Kunden irgend etwas zeigen können, Beschreibungen alleine reichen nicht aus, um eine Benutzeroberfläche einer Software oder eine Webseite vorzustellen. Im Internet gibt es seit kurzem auch solche «Rapid Paper Prototyping»-Tools. Eines davon wurde von der gleichnamigen Firma pidoco° entwickelt.

Klar kann man Prototypen, sogenannte Mock-ups auch mit Papier und Stift hergestellt werden, doch diese bleiben statisch und schwer anpassbar. Mit pidoco° können nun aber interaktive Prototypen erstellt werden, welche auf Klicks reagieren. So können bereits in diesem Stadium Usability Tests mit echten Usern durchgeführt werden und gegebenenfalls in ein paar Schritten Anpassungen vorgenommen und erneut getestet werden.

Die Software stellt verschiedene Userinterface Bestandteile zur Verfügung, welche per Drag&Drop angeordnet werden können. Teile des Prototypen können als wiederverwendbaren Interface-Bausteine (sog. „Stencils“)  gespeichert werden und verkürzen so den Konzeptionsprozess und ermöglichen auch später einfache Änderungen im Konzept.

Das gesamte System ist echtzeit-kollaborativ, so dass mehrere Personen gleichzeitig an denselben Screen-Prototypen arbeiten können. Darüber hinaus können Screens und Prototypen leicht mit Kollegen, Kunden und Testnutzern ausgetauscht und (online) diskutiert werden, was die Zusammenarbeit – insbesondere in verteilten Teams – zusätzlich erleichtert.

Diese umfassende Web Design Software kann man direkt online nutzen (Software as a Service), sie kostet in der professionellen Variante nur rund 30 EUR im Monat und kann vorab 31 Tage kostenfrei und unverbindlich ausprobiert werden.

Die Vorteile des Produkts sehe ich in der Interaktivität der Skizzen, so können Kunden direkt in den Gestaltungsprozess einbezogen werden und Stolpersteine werden wenn möglich nicht erst im fertigen Produkt entdeckt. Da die Software webbasiert ist, können Teammitglieder oder Kunden von jedem Computer aus darauf zugreifen und sogar gemeinsam Änderungen vornehmen. Schön wäre es, wenn in Zukunft noch mehr Interface-Elemente z.B. auch von Mobilen Geräten (iPhone, iPad etc.) dazu kämen und man so auch Konzepte für diese Geräte erstellen könnte.

Wie heute fast üblich ist die Firma auch in verschiedenen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter aktiv und führt ein Blog. So ist man ständig auf allen Kanälen mit den neusten Informationen versorgt. Bloggern bietet die Firma nach eigenen Angaben kostenlose Testlizenzen, wenn man sich mit einem bereits verfassten Blogeintrag bei der Firma meldet.

CoboCards goes Pro(fessional)

5 Februar 2010 von Marc, View Comments

banknoten_entwurf

[So könnten die neuen Schweizer Banknoten dereinst aussehen]

Soll ein Online-Lernwerkzeug etwas kosten und wenn ja, wie viel bin ich bereit zu bezahlen? Diese Frage stellt sich mir im Moment, denn CoboCards wird Pro(fessionell). Die Implementation neuer Features wie erweiterte Editierfunktionen, lernen mit Leitner-Algorithmus, organisieren eer Kartensätze in Ordnern oder eine Exportfunktion haben die Entwickler von CoboCards zum Anlass genommen, viele Features auf die Pro-Version zu beschränken und in einer Basic-Version lediglich das Erstellen/Verwalten von maximal fünf Kartensätzen zuzulassen. Für das Pro-Paket werden 3 € also ca 4.50 CHF pro Monat oder 36 € gut (50 CHF) fällig.

Dies führt unter uns Studierenden zu Diskussionen, an welchen sich auch die Entwickler beteiligen. Diese stellen die Frage «sind gute Noten 50 CHF pro Jahr  den Preis nicht wert?» Es gibt noch weitere offene Fragen:

  • Kann man Eltern zumuten, für den Erfolg ihrer Kinder zu bezahlen? Und sind diese bereit, das zu tun?
  • Sind studierende bereit dafür zu bezahlen?
  • Gibt es keine anderen Möglichkeiten, eine gute Online-Applikation zu vermarkten als durch monatliche Beiträge?
  • Wären Werbeeinblendungen lernhinderlich?
  • Warum wird scheinbar wenig kollaborativ gelernt?

iPad – und jetzt?

3 Februar 2010 von Marc, View Comments

Photoshop

Eigentlich wurde der neuste Wurf Steve Jobs’ und seiner Mitarbeiter bereits an verschiedensten Stellen ausführlich besprochen. Da ich aber in letzter Zeit des öfteren darauf angesprochen wurde «Und, hast du schon ein iPad reserviert?» oder «Du als Apple-Jünger wirst dir so ein Teil sicher kaufen…» muss ich halt doch noch Stellung beziehen.

Mit den aktuellen Infos und ohne das Gerät einmal in den Händen gehalten zu haben muss ich deutlich NEIN sagen. Auch wenn andere Blogger-Kollegen das ganz anders sehen.

Es scheint mir dass ich ein solches Produkt nicht will. Für alles unterwegs hab ich ein kleines Gerät, mit welchem ich eMails und kurze Texte schreiben Termine verwalten, fotografieren, telefonieren, surfen, twittern und News lesen und all diese locationbased Services nutzen kann. Wenn ich nun meine Fotos bearbeiten, längere Texte schreiben oder sonst was machen will, will ich das an einem grossen Bildschirm mit etwas Power dahinter machen und dafür hab ich das entsprechende Gerät gefunden

Dazwischen gibt es in der Tat Anwendungsbereiche, welche (durch digitale Medien) noch nicht abgedeckt sind und welche ich gerne irgendwie digital «bearbeiten» möchte – z.B. Texte lesen und reinschreiben oder allgemein handschriftliche Notizen verfassen. Doch gerade dafür scheint mir dieses iPad nicht wirklich geeignet. Klar, hätte ich gerne eine Batterielaufzeit von 10 Stunden für mein iPhone  (wobei ich diese Angaben  eher mit Vorsicht geniesse) aber wenn ich ein Buch lese will ich dieses Gerät nicht jeden Abend an die Steckdose / den Mac hängen … und auf einem leuchtenden Display will ich – so vermute ich – nicht lange Texte lesen. Die handschriftliche Eingabe wäre wahrscheinlich auch Steve Jobs Stylus-Phobie zum Trotz irgendwie möglich.

Ich weiss nicht, wie ich auf dieser «virtuellen Tastatur» länger als 140 Zeichen schreiben soll ohne den Krampf zu kriegen und diese Aufstecktastatur – ich weiss nicht so recht.
Als Gerät für unterwegs – und so würde ich es gerne nutzen – scheint mir das Gerät wenig praktikabel, eher so für auf dem Sofa zu surfen und Fotos zu zeigen.

Dafür kann man das Gerät auch als digitalen Bilderrahmen missbrauchen – toll!

Konnektivismus – Lerntheorie oder Hirngespinst?

30 Januar 2010 von Marc, View Comments

netz

[Dieter, Chip Fotowelt]

Während meiner Lektüre zu meinem Medienprojekt wurde häufig neben den altbekannten Lerntheorien Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus noch der Konnektivismus genannt. In seinem Ansatz berücksichtigt der Begründer des KonnektivismusGeorge Siemens – die technologischen Entwicklungen und deren Folgen für die Lehre sowie gesellschaftliche Veränderungen (z.B. lebenslanges oder informelles Lernen).

Der Kerngedanke des Konnektivismus lässt sich als Lernen ausserhalb des Individuums (z.B. in Organisationen oder Communities) und als vernetzen von Wissensquellen zusammenfassen. Das Wissen «was» «wie » und «warum» werden gemäss Siemens unwichtiger, das «wo» dagegen gewinnt an Bedeutung.

The pipe is more important than the content within the pipe.

Nun am einen Ort wird der Konnektivismus als vierte Lerntheorie gehandelt, an anderen Orten eher als pädagogische Sichtweise und nicht der Lerntheorie würdig kritisiert, an andern Orten taucht er gar nicht auf.
Nun frage ich mich, handelt es sich da um eine den andern dreien ebenbürtige Lerntheorie, ist das die Meinung eines einzelnen, basiert diese auf Ideen oder kann die als verlässlich und praktikabel angeschaut werden?

Kleiner Indianer Ayasha

20 Januar 2010 von Marc, View Comments

ayasha

Eben via @dworni gefunden und von Hossein Afzail erschaffen.

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Migros in der Hosentasche – online Supermarkt im Taschenformat

20 Januar 2010 von Marc, View Comments

[Trigami-Review]

leshop

Seit kurzem hat jeder iPhone-Benutzer die Möglichkeit, seine eigene Migros-Filiale in seinem Hosensack herumzutragen. Nicht etwa in Form eines grossen orangen M’s sondern in Form einer – etwas untypischen – grünen iPhone Applikation. Nebst Mobile Learning ist so auch Mobile Shopping möglich. Der online Supermarkt LeShop.ch steht so rund um die Uhr und an jedem Ort permanent zur Verfügung. Die einzige Bedingung ist ein iPhone mit installierter gratis Applikation und eine Verbindung ins Internet via WiFi oder 3G.

Der Supermarkt im Sack bietet verschiedene Zugänge an. Entweder man “wischt” und klickt sich durch die verschiedenen Kategorien und Unterkategorien – und wird sich bewusst welche Produkte überhaupt alle angeboten werden (es sind ca. 7000) – oder man verwendet die Suche welche automatisch aktualisiert wird. Sogar glutenfreie Produkte können so schnell aufgefunden, bestellt und nach Hause geliefert werden. Ausserdem bietet die Applikation die Möglichkeit alle Aktionen oder Neuheiten in einer Liste anzuzeigen. In Echtzeit wird ausserdem die Verfügbarkeit der Produkte im Lager angezeigt – als ich eben ein Tiramisù in den Einkaufskorb legen wollte wechselte das Symbol von «in den Einkaufskorb legen» auf «nicht vorrätig».
Ein nettes Feature sind auch die Listen. In dieser Übersicht werden einem  zum Beispiel die Lieblingsprodukte angezeigt – ich nehme jetzt einmal an, dass dies die App anhand der Häufigkeit der Käufe selber versucht herauszufinden.

Es gibt meiner Ansicht nach zwei Wehmutstropfen, einen realistischen und einen (vorläufig wohl) eher unrealistischen: 1. wäre es doch schön, wenn man sich auch direkt am iPhone anmelden könnte – ich meine jetzt nicht mit dem Webbrowser, sondern direkt in der Applikation und 2. wäre es doch sensationell, wenn man vom (Kühl)Schrank ein Foto respektive Video machen könnte und dies dann von der Applikation analysiert wird (vorher/nachher) und entsprechende Artikel nachbestellt werden oder wenn ich ein Menü eintippen respektive aus einer Liste auswählen könnte und mir die Zutaten in den virtuellen Einkaufswagen gelegt werden.

Die ersten Reaktionen sind gemäss LeShop.ch vielversprechend: Bereits eine Woche nach Aufschaltung gehört die App zu den beliebtesten Downloads in der Kategorie «Lifestyle» der Gratis-Apps im App Store. Bereits Stunden nach dem stillen Launch hatten die ersten 200 Kunden die App installiert und eine Bestellung abgesetzt.

Ein Kunde berichtete wie er die App nutzt, in dem er mit der offenen LeShop-Bestellung durch das ganze Haus geht und fehlende Produkte – von der Tiefkühlpizza direkt aus der Küche bis zur Bodylotion aus dem Badezimmer direkt bestellt, es geht aber natürlich auch aus dem Zug, Tram oder Bus.